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Die Hände auf den Bauch legen und die Bewegung spüren: Es gibt viele Übungen, mit denen man den eigenen Atem wieder bewusst wahrnehmen kann. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Körper und Geist verbinden

Ein und aus: So lernt man bewusstes Atmen

Jeder Mensch atmet, aber nicht alle tun es richtig. Mit einer Therapie lässt sich das leicht lernen. Experten erklären, welche Konzepte und Übungen es gibt.

Berkeley/Berlin (dpa/tmn) - Er kommt und geht, unzählige Male am Tag: Den eigenen Atem nehmen die wenigsten Menschen bewusst wahr. Erst wenn einem die Luft wegbleibt, liegt es nahe, sich damit zu befassen.

Helfen kann Betroffenen die Atemtherapie. "Ziel ist es, den eigenen Atem wieder bewusst wahrzunehmen und ihm Platz zu verschaffen", erklärt Jürg Roffler, der in Berlin und im kalifornischen Berkeley als Atemtherapeut arbeitet.

Innerhalb der Atemtherapie gibt es unterschiedliche Ansätze. Menschen mit Lungenerkrankungen, Asthma oder Mukoviszidose etwa können die Atemphysiotherapie in Anspruch nehmen. Es gibt aber auch eher pädagogisch-therapeutisch begründete Konzepte wie den sogenannten "Erfahrbaren Atem" nach Ilse Middendorf. "Dieses Konzept richtet sich nicht nur an Erkrankte, sondern an jeden Menschen", erklärt Roffler. Er versteht es als Chance, wieder mehr zu sich zu finden, sich bewusster wahrzunehmen und zum Beispiel einem seelischen Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Der Atem sei nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Geist eng verbunden.

Ein Beispiel für eine Übung: Aus dem Stand die Wirbelsäule langsam nach unten abrollen und dabei die Aufmerksamkeit auf die Atembewegung lenken. Dann wieder hochrollen. Dabei bleiben die Augen geöffnet, betont Roffler. "Die gleichzeitige Wahrnehmung von innen und außen gehört dazu." Interessierte finden atemtherapeutische Angebote in physiotherapeutischen Praxen, bei Logopäden, aber auch anderen ausgebildeten Atemtherapeuten.

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