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Schwerwiegende Folgen: Masern können eine Gehirnentzündung zur Folge haben, die tödlich enden kann.

Appell an Eltern

Eine Masern-Impfung hätte diesem Mann den Rollstuhl erspart

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Wolfgang Burger war ein gesundes Kleinkind - bis er die Masern bekam. Eine einfache Impfung hätte ihm sein Handicap erspart, deshalb hat er eine Botschaft an alle Eltern.

Mit drei Jahren bekam der heute 70-jährige Wolfgang Burger die Masern. Sein kleiner, durch andere Kinderkrankheiten geschwächter Körper, entwickelte daraufhin eine Gehirnhautentzündung. Was folgt, ist ein jahrelanger Leidensweg, den er allen Kindern ersparen möchte: "Die Kinder von heute haben eine Chance, die ich nicht hatte, und ich appelliere an alle Eltern: Nutzt diese Chance, lasst eure Kinder gegen Masern impfen", so Burger.

Enzephalitis nach Maserninfektion: So gefährlich ist die Hirnentzündung

Eine Infektion mit Masern-Viren kann nicht nur eine Hirnhautentzündung (Meningitis), sondern auch eine gefährliche Gehirnentzündung (Enzephalitis) verursachen. Dem Robert Koch-Institut (Bundesinstitut für Infektionskrankheiten) zufolge, kommt es in 0,1 Prozent aller Masern-Fälle zu der gefürchteten Entzündung des Gehirns, das heißt: Einer von 1.000 betroffenen Masern-Patienten entwickelt rund vier bis sieben Tage nach dem Masern-Ausbruch eine Enzephalitis, die tödlich enden kann. So sterben bis zu 20 Prozent der Betroffenen an der Krankheit, bei bis zu 30 Prozent der Fälle muss mit bleibenden Schäden im Nervensystem wie etwa Lähmungen gerechnet werden.

Burger hatte Glück: Er überlebte. Doch seine Beine sind infolge der Masern-Erkrankung gelähmt. "Es gelang mir, ich konnte mich schließlich wieder selbstständig vorwärtsbewegen, aber ich hatte den Gang eines Spastikers", schrieb Wolfgang Burger in seinem Gastbeitrag auf dem News-Portal Focus.de.

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Masern-Impfung als wirksamste Schutzmaßnahme

Bis zum Alter von Mitte 40 brauchte Burger keine Gehilfe, dann verschlechtere sich sein Zustand und er war erst auf einen Gehstock, dann auf einen Rollator und schließlich auf den Rollstuhl angewiesen. "Inzwischen sitze ich im Rollstuhl, ein Schicksal, für das niemand etwas kann und das ich längst akzeptiert habe", so Burger.

Er könne verstehen, wenn Eltern sich wegen der Nebenwirkungen von Impfungen Sorgen machen würden. Aber bei aller Angst müsse man sich doch fragen, was passieren kann, wenn man sein Kind nicht impfen lässt. Eine Impfung berge weitaus weniger Risiken als eine Maserninfektion und deren möglichen Folgen, so Burger. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Erstimpfung gegen Masern im Alter von elf bis 14 Monaten. Die Schutzimpfung gilt als wirksamste präventive Maßnahme gegen Masern.

Umfrage zum Thema

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jg

Wenn Kinderkrankheiten Erwachsene erwischen

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