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Foodwatch möchte Energydrinks für Jugendliche verbieten lassen

Forderung von Foodwatch

Energydrinks für Jugendliche verbieten?

Berlin - Die Verbraucherorganisation "Foodwatch" warnt vor den schädlichen Wirkungen von koffeinhaltigen Energydrinks. Sie fordert ein Verkaufsverbot der beliebten Szenegetränke an Jugendliche.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) erneut zu einem Verkaufsverbot von Energydrinks für Jugendliche aufgefordert. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde Efsa über die schädlichen Wirkungen von zu viel Koffein habe gezeigt, dass Jugendliche zu viel Koffein durch Energydrinks zu sich nehmen, erklärte Foodwatch am Donnerstag in Berlin. Experten der Weltgesundheitsorganisation würden schon länger eine Altersbeschränkung für den Verkauf der Wachmacher empfehlen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung lehne dies aber bislang ab. Minister Schmidt ignoriere "beharrlich alle Warnungen", kritisierte Oliver Huizinga von Foodwatch.

Zuviel Koffein in Energydrinks

Laut Efsa liegt die Unbedenklichkeitsschwelle bei Heranwachsenden bei rund drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht. Dies sind beispielsweise zwei koffeinhaltige Limonaden mit insgesamt 150 Milligramm für einen 50 Kilo wiegenden Jugendlichen. Die im italienischen Parma ansässige Behörde hat für ihre Einschätzung bereits existierende Studien und Daten in großem Maßstab ausgewertet. Mehrere EU-Staaten hatten sie dazu aufgefordert, weil sie Bedenken zu möglichen schädlichen Wirkungen von Koffein insbesondere für Herz und Gefäße sowie das zentrale Nervensystem hatten.

Herz-Rhythmus-Störungen möglich

Energydrinks seien vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt, erklärte Foodwatch. Durch den süßen Geschmack und die gezielte Werbung mit Extremsportlern seien die kalten Getränke nicht vergleichbar mit stark koffeinhaltigem Kaffee. "Hochverzehrer" seien besonders gefährdet, Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen zu erleiden. Die Verbraucherorganisation fordert das Verkaufsverbot seit Sommer 2013.

AFP

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