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Es ist wieder Zeckensaison. Zecken warten oft stundenlang auf hohen Grashalmen, bis ein geeignetes Opfer vorbeikommt.

So entfernen Sie Zecken richtig 

Zecken warten oft stundenlang auf hohen Grashalmen, bis ein geeignetes Opfer vorbeikommt. Hier ein paar Tipps, falls Sie eine Zecke auf Ihrer Haut entdecken.

Mit einer speziellen Kunststoff-Pinzette lassen sich Zecken am einfachsten entfernen. Am besten sollte die Zecke im Kopfbereich so nahe wie möglich an der Einstichstelle gefasst und dann senkrecht herausgezogen werden, rät Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

“Den Körper der Zecke sollten Sie am besten nicht drücken oder quetschen“, betont er. In diesem Fall könnte sich das Spinnentier entleeren, und Krankheitserreger könnten in die Blutbahn des Betroffenen geraten. Zecken übertragen Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis).

FSME-Viren befinden sich in der Speicheldrüse der Zecke und können schon nach wenigen Minuten übertragen werden. Borrelien wandern erst zwölf bis 24 Stunden nach dem Zeckenstich durch den Rüssel der Zecke in den menschlichen Körper.

Zecken: Die häufigsten Irrtümer

Das sind die häufigsten Irrtümer über Zecken

Blieben Reste von der Zecke in der Haut zurück, sollte der Betroffene zum Arzt, empfiehlt Fegeler. “Auch wenn sich Tage bis Wochen nach dem Stich ein roter Fleck bildet, der nach innen hin blasser wird und sich ausdehnt, ist ein Besuch in der Praxis angeraten.“ Dies könne ein Anzeichen für eine Infektion mit Borreliose sein.

Seltener, aber gefährlicher als die Borreliose ist die FSME-Erkrankung, die bei einigen Patienten mit einer Hirn- oder Hirnhautentzündung (Meningoenzephalitis) verläuft. Wer in Risikogebieten wohnt oder sich dort aufhalten will, kann sich gegen FSME impfen lassen.

dapd

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