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In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee mitgezählt werden. Denn das Heißgetränk entzieht dem Körper kein Wasser. Foto: Tobias Hase

Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

Viele Menschen trinken neben einem Becher Kaffee auch ein Glas Wasser. So wollen sie den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen. Die Ernährungsexpertin Helga Strube erklärt, ob das wirklich erforderlich ist.

Hannover (dpa/tmn) - Kaffeetrinker kriegen oft zu hören, dass Kaffee als Getränk nicht zählt. Mehr noch: Kaffee entzieht dem Körper Wasser. Aber stimmt das eigentlich?

Nein, sagt Helga Strube von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Sektion Niedersachsen. "Das beruht auf falsch interpretierten Daten früherer Studien."

Regelmäßiger und gleichmäßiger Kaffeekonsum beeinflusst den Flüssigkeitshaushalt allein durch die mit dem Kaffee zugeführte Wassermenge. "In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee also getrost mitgezählt werden", sagt Strube. Das im Kaffee enthaltene Koffein hat zwar eine harntreibende und natriumausscheidende Wirkung. Aber bei moderatem Genuss von vier Tassen pro Tag wird das durch den Körper wieder ausgeglichen. Das gilt aber nur, wenn insgesamt genug getrunken wird - als Faustregel gelten mindestens 1,5 Liter.

Das Glas Wasser zur Tasse Kaffee ist eine gute Tradition, aber nicht unbedingt notwendig. Allerdings sollte Kaffee trotzdem als Genussmittel gesehen werden und nicht als Durstlöscher herhalten, empfiehlt Strube.

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