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Zu viel Salz-Konsum kann zu Bluthochdruck führen. Facharzt Prof. Ulrich Wenzel rät, beim Kochen die Salzmenge zu reduzieren und auf Fertigprodukte zu verzichten.

Mythos oder Wahrheit

Erhöht Salz tatsächlich den Blutdruck?

Die meisten Gerichte wären für die Menschen hierzulande ohne Salz nur halb so lecker. Trotzdem hat Salz einen schlechten Ruf: Es erhöht den Blutdruck, so die Annahme. Aber stimmt das eigentlich?

Prof. Ulrich Wenzel, Facharzt für Innere Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, sagt ja: Zuviel Salz lasse den Blutdruck tatsächlich steigen. Aber auch zu wenig Sport und Übergewicht sind Ursachen für hohen Blutdruck.

Die Menschen in Deutschland essen im Schnitt zehn Gramm Salz am Tag, sagt Wenzel. Sechs Gramm werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Allerdings sei es schwierig, einen realistischen Überblick über den eigenen Salz-Konsum zu bekommen. "Es liegt nicht am Salzstreuer in der eigenen Küche, dass wir so salzhaltig essen", betont Wenzel. Hauptquelle seien vor allem Fertiggerichte wie Pizza, Dosensuppe und belegte Brötchen.

Den eigenen Salz-Konsum runterzuschrauben, sei gar nicht so leicht. "Wir sind sehr an Kochsalz gewöhnt, ein Essen ohne Salz schmeckt uns nicht", sagt Wenzel. Er rät, weniger Fertigprodukte zu essen und beim Kochen weniger Salz und dafür besser Kräuter oder Gewürze zu verwenden.

dpa/tmn

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