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Laktoseintoleranz? So sollten Sie sich ernähren

Laktoseintoleranz? So sollten Sie sich ernähren

Nach einem Glas Milch geht es los: Der Bauch drückt und bläht sich. Der Magen krampft. Die Ursache kann eine Unverträglichkeit von Milchzucker sein.

Die Ursache kann eine Unverträglichkeit von Milchzucker sein. Doch wer unter einer solchen Laktoseintoleranz leidet, muss nur selten komplett auf alle milchzuckerhaltigen Lebensmittel verzichten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin. Wer Milch und Milchprodukte schlecht verträgt, bei dem ist die Laktase oft zu wenig aktiv oder auch in zu geringer Menge vorhanden. Aufgabe dieses Enzyms ist es, den Milchzucker im Dünndarm zu spalten, damit er weiterverdaut werden kann. Geschieht das nicht, wandert der Milchzucker weiter in den Dickdarm, wo sich Bakterien über ihn hermachen. Sie spalten ihn in Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid, was die Verdauung stört.

Drei-Phasen-Diät

Bei den meisten Betroffenen ist die Laktase allerdings noch etwas aktiv. Wer Milch und Milchprodukte mit anderen Lebensmitteln zusammen verzehrt, verträgt dies oft durchaus. Wann es zu Problemen kommt, ist individuell sehr verschieden. Es empfiehlt sich daher zu testen, ab welcher Menge Beschwerden auftreten. Um die persönliche Grenze festzustellen, ist eine Ernährungsumstellung in drei Phasen sinnvoll. Betroffene sollten in den ersten zwei Wochen laktosehaltige Nahrungsmittel meiden, rät die DGE in der Broschüre „Essen und Trinken bei Lactoseintoleranz“. Zu keinen Problemen führen laktosefreie Milch und Milchprodukte sowie Hart- und Schnittkäse wie Gouda, Edamer und Tilsiter. Sie sind nahezu laktosefrei, da der Milchzucker bei der Käsereifung abgebaut wird.

Joghurt und Kefir

Sind Beschwerden wie Durchfall und Bauchschmerzen abgeklungen, sollte man langsam wieder etwas Milch und Milchprodukte zu sich nehmen. Diese sollten auf mehrere Portionen am Tag verteilt und zusammen mit einer Mahlzeit verzehrt werden. Gut verträglich sind dabei oft nicht wärmebehandelte Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir sowie probiotische Lebensmittel. Denn die enthaltenen Milchsäurebakterien bauen die Laktose ab. In der Testphase können Betroffene herausfinden, was sie auch dauerhaft zu sich nehmen können, ohne dass es zu Beschwerden kommt. In Absprache mit ihrem Arzt oder einer Ernährungsberatung können sie zudem laktasehaltige Enzympräparate verwenden, etwa wenn sich bei einer Einladung laktosehaltige Gerichte nicht vermeiden lassen.

sog

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