Haselpollen Heuschnupfen
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Die ersten Pollen sind schon im Anflug.

Milder Winter

Vorsicht Allergiker! Erste Pollen fliegen schon

Während weite Teile der USA im Klammergriff der Kälte sind, herrschen in Deutschland derzeit fast schon frühlingshafte Temperaturen. Für Pollen und Zecken ist es ein optimaler Winter warnen Experten.

Die ersten Haselpollen fliegen, Gänseblümchen blühen und die Vögel zwitschern in den Gärten. Bis Donnerstag haben die Meteorologen noch einmal Temperaturen von örtlich bis zu 15 Grad vorausgesagt, bevor es dann wieder etwas kühler wird. Der milde Winter hat freilich Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen.

Pollenalarm

Die Schonfrist für Pollenallergiker war diesmal kurz. Wegen des milden Wetters hat bereits in Teilen Deutschlands der Flug der Haselpollen begonnen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gibt es in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und im Frankfurter Raum eine geringe Belastung. Auch in Sachsen, Teilen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden schon Pollen registriert.

Zecken

"Für die Zecken ist das ein optimaler Winter", meint Christine Klaus vom Nationalen Referenzlabor für durch Zecken übertragbare Krankheiten in Jena. Schon bei Temperaturen von sechs bis acht Grad Celsius werden die kleinen Blutsauger aktiv. Ein milder Winter führt nach Angaben der Expertin allerdings nicht zwangsläufig auch zu einer Zeckenplage. "Wenn es knackig kalt wird, ziehen sich die Zecken wieder zurück", sagt Klaus. Falle das Frühjahr zudem warm und trocken aus, störe dies massiv die Entwicklung der Tiere.

Mückenplage in Sicht?

Auch eine Mückenplage im Frühjahr ist nach Einschätzung von Experten derzeit nicht in Sicht. "Milde Temperaturen sind für Stechmücken eher ungünstig", sagt Doreen Werner vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg. Bei relativ mildem Wetter entwickeln sich zum Beispiel in Kellerräumen oder Höhlen, wo Mücken gern überwintern, Pilzsporen. Diese Pilze machen die Insekten "platt", meint die Mückenexpertin. Die Eier der Stechmücken überwintern ohnehin auf feuchten Wiesen oder in Tümpeln. Denen sei egal, ob fünf Grad plus oder minus 15 Grad Celsius herrschten, sagt Werner.

Zecken: Die häufigsten Irrtümer

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Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
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AFP

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