Service

Liebes-Spielzeug bei Stiftung Warentest - nur drei schneiden sehr gut ab

Sie haben Körperkontakt - und sollten keine Schadstoffe enthalten. Doch bei manchem Liebes-Spielzeug ist das Gegenteil der Fall, warnt Stiftung Warentest.

In Sexspielzeug finden sich oft Stoffe, die darin nichts verloren haben. Das hat eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Vier der zwölf geprüften Vibratoren haben demnach eine "mangelhafte" Schadstoff-Bilanz, Gleiches gilt für eine der drei gestesten Liebeskugeln.

In den Produkten oder dem mitgelieferten Zubehör fanden sich zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als krebserregend gelten, und der Weichmacher DEHP, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

"Sehr gutes" Erwachsenen-Spielzeug kostet nur 15 Euro

Spezielle Schadstoff-Grenzwerte für Sexspielzeug gibt es nicht - und das, obwohl die Produkte meist reichlich Kontakt mit dem Körper und vor allem mit Schleimhäuten haben. Für ihre Untersuchung haben sich die Warentester nach eigenen Angaben an allgemeingültigen Grenzwerten oder Vorgaben für andere Produktgruppen orientiert, für Kinderspielzeug etwa. Das Ergebnis: Oft wurden diese deutlich überschritten, bei manchen Produkten sogar um das Hundertfache.

Die Schadstoffbelastung ist dabei keine Frage des Preises: Giftige Substanzen fanden die Tester sowohl in teuren Vibratoren für knapp 90 Euro als auch in Billigprodukten. Gleichzeitig kostet einer der drei in Sachen Schadstoff "sehr guten" Vibratoren nur 15 Euro, ein anderer knapp 100. Auch ein unangenehmer Kunststoffgeruch beim ersten Auspacken ist den Angaben kein zuverlässiger Indikator für die Schadstoff-Belastung: Der kam im Test zwar bei mehreren Produkten vor - einige davon erwiesen sich aber ansonsten als völlig unbedenklich.

Mehr zum ThemaÄrzte warnen - dieses Super-Bakterium ist jetzt auf dem Vormarsch.

Liebes-Spielzeug jetzt auch via App steuerbar

Grundsätzlich raten die Warentester, Vibratoren und andere Sexspielzeuge vor und nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen. So können sich darauf keine Keime verbreiten.

Aufpassen sollten Nutzer außerdem mit digitalisierten Sexspielzeugen: Manche Vibratoren lassen sich per App fernsteuern, andere haben eine Kamera eingebaut. Sicherheitslücken bei der Datenübertragung und -speicherung fanden sich in den konkreten Fällen zwar nicht - ausgeschlossen sind sie aber auch nicht. Die Warentester raten deshalb grundsätzlich davon ab, derart intime Daten und Bilder von sich zu produzieren.

Mehr Infos finden Sie hier: Sexspielzeug-Test der Stiftung Warentest.

Weiterlesen: Diese schrägen Details entscheiden, in wen wir uns verlieben.

dpa

Umarmen oder Händeschütteln: Berührungen tun gut

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus: Herzschäden nach leichtem Covid-19 - Studie beunruhigt Mediziner
Immer neue Studien zeigen auf, welche Folgen eine Coronavirus-Infektion für den Menschen haben kann. In Hinblick auf mögliche Langzeitschäden äußern sich Ärzte besorgt.
Coronavirus: Herzschäden nach leichtem Covid-19 - Studie beunruhigt Mediziner
Immun gegen Corona? Frühere grippale Erkrankungen spielen enorme eine Rolle im Kampf gegen das Virus
Je nachdem welche Erkältung Sie schon in der Vergangenheit hatten, kann das die Reaktion Ihres Immunsystems beeinflussen.
Immun gegen Corona? Frühere grippale Erkrankungen spielen enorme eine Rolle im Kampf gegen das Virus
Gegen Diabetes: Frucht soll jetzt die Volkskrankheit verhindern
Sie schmeckt lecker und ist nicht nur im Sommer heiß begehrt: Eine bestimmte Frucht soll den Blutzucker derart positiv beeinflussen, dass Diabetes Typ 2 erst gar nicht …
Gegen Diabetes: Frucht soll jetzt die Volkskrankheit verhindern
Mundschutzmaske auf, aber Nase frei: Reicht es wirklich, die Maske nur über den Mund zu ziehen?
Sie sehen immer wieder Menschen, die ihre Alltagsmasken zum Schutz vor Corona unterhalb der Nase tragen? Ein Virologe erklärt, wie sinnvoll eine Maske dann noch ist.
Mundschutzmaske auf, aber Nase frei: Reicht es wirklich, die Maske nur über den Mund zu ziehen?

Kommentare