Macht der Konsum von Cannabis wirklich dumm?

Diese fünf Fakten sollten jedem Kiffer Angst machen

Marihuana zählt zu den schlimmsten Suchtmitteln der Deutschen - aber machen die grünen Blätter überhaupt abhängig? Diese erschreckenden Fakten sollte jeder Kiffer kennen.

Marihuana zählt zu den schlimmsten Suchtmitteln der Deutschen. Aber können die Blätter der Cannabis-Pflanze überhaupt süchtig machen? Und stimmt es, dass Kiffen auf Dauer dumm macht?

Wir räumen mit den bekanntesten Vorurteilen und Mythen rund um den grünen Rausch auf - diese Fakten sollte jeder Kiffer über seine Lieblingsdroge kennen.

1. Krebsrisiko

Gerade Männer kann es häufiger erwischen - denn die Wahrscheinlichkeit, an Hodenkrebs zu erkranken, ist bei Kiffern deutlich erhöht. Das besagt eine Meta-Studie aus Neuseeland, also eine Studie, bei der die Ergebnisse mehrerer Einzelstudien nach vorheriger Festlegung bestimmter Auswahlkriterien zusammenfassend ausgewertet werden. Laut dieser Studie haben Kiffer ein 2,6-fach höheres Risiko für Hodenkrebs als Männer, die kein Marihuana konsumieren.

Die Studie kam allerdings zu dem Ergebnis, dass nur Männer betroffen sind, die vor ihrem 18. Lebensjahr zum Joint gegriffen haben.

2. Schizophrenie

Der WHO-Suchtexperte Wayne Hall beschäftigte sich intensiv mit den Risiken des Marihuana-Konsums - er veröffentlichte die Ergebnisse seiner 20-jährigen Forschung, die jeden Kiffer aufhorchen lassen sollten.

Er erklärt, dass der regelmäßige Konsum von Cannabis das Auftreten von Psychosen und Schizophrenie begünstigt. Laut Hall wird das Risiko sogar verdoppelt.

3. Sucht

Über das Suchtpotenzial von Marihuana wird kontrovers diskutiert - Hall belegte durch seine Studien, dass Cannabis genauso abhängig machen kann, wie Alkohol oder Heroin. Die Studie zeigt, dass einer von sechs Jugendlichen deutliche Zeichen einer Sucht zeigt. Bei Erwachsenen betrifft es einen von zehn.

4. Dummheit

Hall konnte in seiner Studie ebenfalls belegen, dass der Konsum von Cannabis im Wachstumsalter die geistige Entwicklung aufhält. So sollen Menschen, die als Jugendliche häufig zum Joint griffen, einen geringeren Bildungsstand haben als ihre Altersgenossen.

Diesem Ergebnis würde ein US-Forscher-Team jedoch nicht ohne Weiteres zustimmen. In ihren neuesten Studienergebnissen gehen sie davon aus, dass Kiffen nicht dumm macht. Hierzu wurden 1500 Zwillingspärchen rund zehn Jahre lang begleitet. Bei einem Geschwisterpaar kiffte ein Bruder, der andere nicht. Das Resultat: Beide verloren vier IQ-Punkte.

5. Einstiegsdroge

Hall kann in seiner Studie ebenfalls belegen, dass Cannabis eine Einstiegsdroge ist, sprich: Die Hemmschwelle, härtere Drogen wie Kokain auszuprobieren, sinkt. Allerdings gesteht Hall ein, dass ein kausaler Zusammenhang bislang nicht erwiesen werden kann.

Bettina Pohl

Rubriklistenbild: © dpa

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