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Lecker, aber ungesund? Ein Big Mac.

Ungesunde Ergebnisse

Was ein Big Mac in 60 Minuten mit dem Körper macht

München - Was geschieht mit dem Körper in den 60 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs? Ein amerikanisches Portal hat mal nachgeforscht - mit beunruhigenden Ergebnissen. Diese werden allerdings heiß diskutiert.

Der Big Mac ist der Klassiker auf der Speisekarte des Fast-Food-Riesen McDonald's und gleichzeitig einer der beliebtesten Snacks auf Reisen oder für den kleinen Hunger zwischendurch. Und obwohl jedem bekannt sein dürfte, dass die doppelstöckige Variante des Cheeseburgers nicht unbedingt zu den gesündesten Imbissen zählt, greifen wir doch immer wieder zu. 

Doch wie reagiert der Körper im Zeitraum von einer Stunde auf den Verzehr eines Big Macs? Das amerikanische Internet-Portal fastfoodmenuprice.com, das normalerweise Fast-Food-Preise vergleicht, hat das Ganze mal genauer unter die Lupe genommen und veranschaulicht das Ergebnis in einer englischsprachigen Grafik.

10 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs

Nehmen wir kalorienreiches Essen zu uns, wie beispielsweise einen Big Mac mit rund 500 Kalorien, reagiert unser Körper mit der Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter durch das Belohnungszentrum des Hirns. Durch Botenstoffe wie Dopamin fühlen wir uns gut - ein Vorgang, der zum Beispiel auch beim Konsum von Drogen so abläuft. Der Grund dafür liegt in der menschlichen Entwicklungsgeschichte, in der Lebensmittelknappheit über den Großteil der Zeit Normalzustand gewesen ist. Auf den Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Nährwert reagiert das Gehirn folglich mit einer Belohnung.

20 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs

Die meist eher labbrigen drei Brötchenschreiben eines Big Macs enthalten im hohen Maße extrem zuckerhaltigen Maissirup, so fastfoodmenuprice.com. Der sogenannte Glukose-Fruktose-Sirup löse im Körper ein Verlangen nach mehr aus und mache unter Umständen auch abhängig. Der Zucker begünstige darüber hinaus Herzkrankheiten und Diabetes. 

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30 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs

Nach rund 30 Minuten mache sich der hohe Salzgehalt eines Big Macs bemerkbar. Die rund 970 Milligram Natriumsalz würden dafür sorgen, dass der Körper dehydriere, also austrockne, und wir somit Durst kriegen. Um zudem dem hohen Salzgehalt Herr zu werden, müsse das Herz mehr arbeiten. Ein hoher Blutdruck und ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko seien daher die Folge. 

40 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs

Wer kennt das nicht: Nach dem Verzehr eines Big Macs oder gar eines gesamten Mc Donald's-Menüs stellt sich kein richtiges Sättigungsgefühl ein. Der Grund laut der Studie: Da der Glukose-Fruktose-Sirup im Verdauungstrakt nach rund 40 Minuten absorbiert würde, würde im Körper im großen Maße Insulin ausgeschüttet, was den Blutzuckerspiegel durcheinander bringe. Schlussendlich verlange der Körper nach noch mehr Essen.

60 Minuten nach dem Verzehr eines Big Macs

Normalerweise wird Essen innerhalb von 24 bis 72 Stunden im Verdauungstrakt des Körpers vollständig verdaut. Da ein Big Mac jedoch 1,5 Gramm Transfettsäuren enthält, könne die Verdauung bis zu 51 Tage (!) andauern. Dass mehrere Studien Transfettsäuren in Verbindung mit Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes und Krebs gebracht hätten, bleibt in der Infografik nicht unerwähnt.

Aus all diesen Gründen empfiehlt fastfoodmenuprice.com, den Big Mac nicht zur Standard-Mahlzeit zu machen, da er dem Körper bei dauerhaftem Verzehr ernsthaft schaden könne.

Was ist dran an der Big-Mac-Studie?

Die Studie ist alles andere als unumstritten. So gelten die angegebenen Nährwerte nur für amerikanische Big Macs. In England seien vor einiger Zeit alle Transfette aus dem Mc Donald's-Menü entfernt worden, wie ein Sprecher des Fastfood-Riesen gegenüber der britischen Zeitung The Independent betont. Auch Maissirup sei in der britischen Form des Big Mac nicht enthalten. Darüber hinaus habe man den Salzgehalt in den vergangenen Jahren um mehr als 22 Prozent reduziert.

Auch die Quellen, auf die sich die Infografik bezieht, geben Grund zur Kritik: So sind die Angaben unter anderem dem US-Sender Fox News sowie dem britischen Boulevardblatt Daily Mail entnommen - beide für ihren eher lockeren Umgang mit wissenschaftlichen Fakten bekannt.

Dass beim Essen Dopamin ausgeschüttet wird, das uns ein Glücksgefühl verschafft, ist richtig - dies passiert allerdings bei jeder Mahlzeit. Der Vergleich mit harten Drogen scheint Experten befremdlich: Suchtgefahr besteht nur bei exzessivem Verzehr von extrem zuckerhaltigen Lebensmitteln, wie eine wissenschaftliche Studie ergab - allerdings wurden für die nur ein paar Ratten getestet, keine Menschen

Wissenschaftler weisen zudem darauf hin, dass jeder Körper anders ist und daher auch unterschiedlich auf Essen reagiert. Die generelle Behauptung, dass das Verzehren eines Big Macs den Blutzuckerwert in "abnorme Höhen" hochschießen lasse, sei daher ebenso übertrieben wie die, dass der Körper dann dehydriere.

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ep/hn

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