Teuer schlägt günstig

Stiftung Warentest prüft FFP2-Masken: Ein Mundschutz schneidet gut ab – zwei Drogerie-Artikel dagegen „wenig geeignet“

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Der Verbraucher hat die Wahl: Unterschiedlichste Marken bieten FFP2-Masken in Supermarkt bis Online-Handel an. Folgendes Produkt ist laut Stiftung Warentest das beste.

Der zweite strenge Corona-Lockdown wird in Deutschland zwar ab 1. März 2021 gelockert, eines aber bleibt: Die FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. FFP2-Masken zählen zu den partikelfiltrierenden Halbmasken, die eine Filterleistung von mindestens 94 Prozent entfalten – vorausgesetzt, sie sitzen richtig. Und hier hapert es bei einigen Modellen. Liegt die Maske etwa nicht dicht genug am Gesicht an, kann potentiell virenbelastete Atemluft aus- oder eindringen und eine Coronavirus-Infektion begünstigen.

Auf der Suche nach der am besten schützenden Maske hat Stiftung Warentest jetzt zehn FFP2-Masken in Hinblick auf ihren Tragekomfort und ihre Schutzleistung untersucht. Dabei konnte nur ein Produkt auf ganzer Linie überzeugen: Die Maske Aura 9320+ des Multi-Technologiekonzerns 3M. Vonseiten der Stiftung Warentest heißt es: „Als einzige Atem­schutz­maske im Test erfüllt die FFP2-Maske von 3M ohne Einschränkung unsere wichtigsten Test­kriterien: Sie sitzt gut, ist dicht und ermöglicht komfort­ables Atmen“. Einziges Manko: der Preis. Mit 6,85 Euro pro Maske ist die FFP2-Maske von 3M die teuerste Maske im Test.

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Welche FFP2-Maske ist die beste? Die Stiftung Warentest hat zehn Produkte unter die Lupe genommen.

Beste FFP2-Maske der Marke 3M schlägt folgenden Mundschutz

Bei allen zehn getesteten FFP2-Masken war die reine Filterleistung hoch, wie Stiftung Warentest informiert. So hielten alle geprüften Masken rund 99 Prozent der Aerosol­partikel im Test zurück, manche sogar mehr. Doch einige Modelle erschwerten das Atmen durch einen hohen Widerstand. Und auch was den Sitz angeht, können einige Masken im Test nicht zu 100 Prozent überzeugen. So lagen unter anderem folgende FFP2-Masken oft nicht dicht genug am Gesicht an, was ihre Schutzwirkung beeinträchtigte:

  • Die Feinstaubmaske FFP2 von Gebol stuft die Stiftung Warentest als „mit Einschränkung geeignet“ ein, unter anderem deshalb, weil die Maske bei vier von zehn Prüfpersonen undicht war.
  • Die FFP2-Maske 957000 von Hase Safety wurde ebenfalls als „mit Einschränkung geeignet“ ausgezeichnet. Sie lag bei drei von zehn Prüfpersonen nicht dicht genug am Gesicht an.

Sie erkennen eine dichte FFP2-Atemschutzmaske unter anderem daran, dass sie sich beim Ausatmen aufbläht und beim Einatmen zusammenzieht.

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Zwei Drogerie-FFP2-Masken stuft die Stiftung Warentest als „wenig geeignet“ ein

Trotz einer hohen Filter­wirkung für Aerosol­partikel gibt es drei FFP2-Masken, die die Stiftung Warentest als „wenig geeignet“ einstuft, weil diese zu sehr beim Atmen behindern. Das sei vor allem für durch Atemwegserkrankungen vorbelastete Menschen oder nicht mehr ganz so fitte Personen ein großes Problem. Da die Stiftung Warentest von folgenden Modellen mit geringem Atem­komfort generell abrät, wurden diese nicht mehr auf ihre Pass­form hin geprüft:

  • Altapharma FFP2-Masken von Rossmann
  • REF HS0501A von Hygisun
  • Mivolis FFP2-Atemschutzmaske von dm

Zum FFP2-Maskentest der Stiftung Warentest

Mehr Quellen: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Umfrage zum Thema Corona-Lockdown

Weiterlesen: FFP2-Masken-Gutscheine: Diese Bürger können sich freuen – auch Söder und junge Menschen bekommen Coupons.

Alltagsmasken und die Materialfrage

Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Alltagsmasken und die Materialfrage

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