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Innkontinenz und Harndrang - Cannabis wirkt in der Schleimhaut der Harnblase.

Forscher finden Mittel gegen Inkontinenz

Immer auf der Suche nach einer Toilette: Jeder 10 Deutsche leidet an einer überaktiven Blase. Münchner Wissenschaftler haben nun einen Wirkstoff gegen Harndrang und Inkontinenz gefunden.

Cannabis-Extrakte können eine überaktive Blase bessern. Mediziner der Universitätsklinik München zeigten in einer Studie mit synthetischen Cannabinoiden, warum Hanfpräparate ständigen Harndrang und Inkontinenz lindern.

Elf Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen leiden in Deutschland an einer überaktiven Blase. Zwar können bestimmte Medikamente die Muskulatur der Harnblase entspannen. Aber diese Präparate haben gravierende Nebenwirkungen wie etwa Mundtrockenheit oder Verwirrtheit. Zudem ist die langfristige Wirksamkeit dieser Substanzen begrenzt.

Dass Hanfextrakte bei Menschen mit Multipler Sklerose Harndrang und Inkontinenz bessern, wurde erst kürzlich nachgewiesen. Den Mechanismus hinter diesem Effekt ermittelten nun Urologen aus München mit einem synthetischen Cannabis-Stoff.

Das Mittel wirkt auf eine bestimmte Gruppe von Cannabinoid-Rezeptoren in der Schleimhaut der Harnblase.

Bei Ratten senkte der Stoff die Frequenz des Wasserlassens und erhöht das Blasenvolumen, wie die Forscher in der Zeitschrift “European Urology“ schreiben. Damit könnten synthetische Cannabis-Stoffe eine neuartige Therapie zur Behandlung der überaktiven Blase ermöglichen.

dpa

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