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Professionelle Pflege ist sehr teuer und von der staatlichen Pflegeversicherung nur zur Hälfte abgedeckt

Freiwillige Pflegeversicherung

Viele Tarife leisten zu wenig

München - Rund 50 Prozent aller Bundesbürger werden zum Lebensende hin pflegebedürftig. Doch das kann sich nicht jeder leisten. Denn professionelle Pflege kostet oft über 3000 Euro im Monat.

Deshalb gibt es Pflegetagegeld-Zusatzversicherungen (seit Januar sogar mit staatlicher Förderung). Die Zeitschrift Finanztest hat beide unter die Lupe genommen. Ergebnis: „Die Unterschiede zwischen den Leistungen der Tarife sind gravierend. Sie machen im Alter zum Teil über 1000 Euro im Monat aus“, weiß Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen.

Finanztest der Pflegetagesgeldversorgung. Zum vergrößeren hier klicken.

Die Experten der Stiftung Warentest haben für die Zeitschrift Finanztest 23 Pflegetagegeldtarife ohne und 17 mit staatlicher Förderung unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Angebote mit der staatlichen Förderung (fünf Euro pro Monat) alle schlechtere Leistungen bei höheren Beiträgen bieten, als ungeförderte Angebote. Da die gesetzliche Pflegeversicherung etwa die Hälfte der Pflegekosten übernimmt, bleiben häufig 1500 bis 1800 Euro, die zu finanzieren sind. Die geförderten Tarife bieten in vielen Fällen eine maximale Leistung von 600 oder 700 Euro. Nur für Menschen mit Vorerkrankungen sind sie interessant, weil bei den geförderten Tarifen keine Gesundheitsprüfung erfolgt. Aber auch bei den 23 nicht geförderten Angeboten gibt es große Unterschiede. Die Ergebnisse reichen von „sehr gut“ bis „ausreichend“. Mit einem Monatsbeitrag von rund 55 Euro für 45-jährige Neukunden und 85 Euro für 55-jährige sichern die „sehr guten“ und „guten“ Tarife das finanzielle Pflegerisiko in allen Pflegestufen ab. Testsieger ist in beiden Fällen die HanseMerkur-Versicherung. Außerdem gibt es neun weitere gute Tarife für 55-Jährige und 14 Angebote für 45-Jährige. Ist jemand über fünf Jahre stark pflegebedürftig, summieren sich die Unterschiede zwischen dem guten Vertrag der HanseMerkur und dem schlechten Tarif der Halleschen für einen heute 55-jährigen auf 90.000 Euro.

KHD

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