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Negativen Gefühlen muss man sich stellen und sie durchleben, nur dann verschwinden sie.

Psychologie

Fünf Buchstaben reichen, um sorgenfrei durch den Tag zu gehen

Schluss mit Grübeln: Wie Sie mit einer einzigen Formel den Teufelskreis aus Sorgen und Vorwürfen durchbrechen. Was es dafür braucht? Nur fünf kleine Buchstaben.

Soll ich den Job wechseln? Ist meine Beziehung noch das, was ich will? Telefoniere ich zu selten mit meinen Freunden? Zweifel, Selbstvorwürfe, negative Gefühle – über tausend Dinge machen wir uns Sorgen und verfallen in stundenlanges, kräftezehrendes Grübeln.

Sich aus dem emotionalen Tief zu befreien, fällt oft schwer, und gerade intelligente Menschen neigen dazu, sich immer tiefer in die gedankliche Abwärtsspirale hinunterziehen zu lassen.

Sich mit seinen Gefühlen konfrontieren

Die Psychotherapeutin und Buchautorin Tina Gilbertson aus Denver/Colorado meint nun eine Formel entdeckt zu haben, die dabei helfen soll, Auswege aus dem Negativ-Loch zu finden, die Dinge aus einer positiveren Perspektive zu betrachten und so seine Sorgen und negativen Gedanken loszuwerden.

Ihre These: Sorgen lassen sich nicht durch rationale Überlegungen vertreiben, sondern nur dann, wenn man sich der Gefühle, die man dabei hat, bewusst wird und sie durchlebt. Ja, sich förmlich in ihnen suhlt.

Befreit von Sorgen: die TRUTH-Formel

An jeden der fünf Buchstaben des Wortes "TRUTH" (englisch für Wahrheit) ist eine Weisheit geknüpft. Reiht man diese aneinander, bilden sie so etwas wie einen Fahrplan, an dem man sich in einer konkreten Grübel-Situation entlanghangeln kann.

Erstmals benannt hatte Gilbertson ihre Formel gegen Sorgen in ihrem Buch "Constructive Wallowing", anschließend griff auch das Magazin Psychology Today ihre Thesen auf.

Mit der TRUTH-Formel alle Sorgen loswerden

T -  Tell yourself the Situation 
Stellen Sie sich die Frage, weshalb Sie sich überhaupt Sorgen machen. Was genau ist die Situation und was bereitet Ihnen Unbehagen dabei?

R – Realize what you're Feeling 
Werden Sie sich Ihrer Gefühle bewusst: Was spüren Sie? Angst? Traurigkeit? Hilflosigkeit? Benennen Sie diese Gefühle. Nur dann können Sie sich Ihnen stellen.

U – Uncover self-criticism 
Wer, meinen Sie, ist verantwortlich für die Situation? Sind es andere oder liegt der Fehler bei Ihnen selbst?

T – Try to understand yourself 
Versuchen Sie zu verstehen, weshalb Sie diese Gefühle haben und akzeptieren Sie sie.

H – Have the Feeling 
Lassen Sie die Gefühle zu und "wälzen" Sie sich darin. Autorin Tina Gilbertson hat ihrem Buch nicht umsonst den Titel "Konstruktives Herumwälzen" gegeben.

Von Franziska Grosswald

Angst vor Fahrstühlen, Luft und Namen - diese Phobien gibt es wirklich

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