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Schon ein Schluck kann zu viel sein. Wie gut vertragen Sie den Milchzucker?

Unverträglichkeit erkennen

Fünf Symptome: So erkennen Sie Laktose-Intoleranz

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Viele halten die Milchzucker-Unverträglichkeit, auch als Laktose-Intoleranz bekannt, für eine Seltenheit und leben dabei selbst mit den unangenehmen Symptomen. Sind Sie betroffen?

Alleine in Deutschland leiden rund 12 Millionen Menschen an einer sogenannten Laktose-Intoleranz - besser gesagt an einem Mangel am Enzym Laktase. Der Verzehr von Milchprodukten wird da schnell zur Qual, viele Betroffene setzen auf spezielle laktosefreie Produkte.

Immer noch wissen allerdings viele Menschen nicht, dass sie selbst Betroffen sind. Ungleich schlimmere Diagnosen, wie Reizdarmsyndrom oder ähnliche Schreckensnachrichten sind schnell gestellt - dabei wäre die Lösung für Milchzucker-Unverträgliche so einfach und dank der mittlerweile recht günstigen Ausweichmöglichkeiten auch ganz leicht im Alltag umzusetzen.

Viele haben sich jedoch mit den unangenehmen Symptomen abgefunden - doch das muss nicht sein. Wenn Sie diese Anzeichen bei sich feststellen, lohnt sich vielleicht ein Besuch beim Arzt:

1. Rund 15 bis 30 Minuten nach dem Verzehr erste Probleme

Je nachdem, wie schnell der Darm arbeitet, können Betroffene knapp nach dem Essen oder Trinken von Milchprodukten unangenehme Veränderungen feststellen. Sind zwei Stunden verstrichen und nichts ist passiert, ist eine Laktose-Unverträglichkeit recht unwahrscheinlich.

Der Magen grummelt - Völlegefühle stellen sich ein. Schuld ist das fehlende Enzym Laktase. Der Milchzucker gelangt also ungespalten vom Dünndarm in den Dickdarm und wird dort - mangels des richtigen Enzyms - falsch aufgespalten. Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid entstehen. Eine fatale Mischung.

2. Flatulenzen und Meteorismus

Nach dem ersten Unwohlsein können sich weitaus unangenehmere Reaktionen des Körpers einstellen. Das Gemisch aus Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid bringt den Körper gefühlt an seine Grenzen. Ein geschwollener Bauch, auch Meteorismus genannt, und Flatulenzen sind die Folge, ebenso wie hörbare Darmgeräusche.

3. Durchfall und Erbrechen

Die Unverträglichkeit geht bei vielen Betroffenen so weit, dass nicht nur Durchfall, sondern auch Erbrechen oder schmerzhafter Stuhlgang die Folge von einem Glas Milch sein können. Einher gehen diese Symptome meist mit starken Bauchkrämpfen.

4. Häufige Randsymptome

Viele Betroffene berichten auch von indirekten Auswirkungen nach der Aufnahme von laktosehaltigen Lebensmitteln. So können, laut der Zeitschrift Apothekenumschau, zu den Störungen im Darm auch Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen oder Gelenkschmerzen auftreten. Ein direkter Zusammenhang ist medizinisch allerdings nicht sicher festzustellen.

5. Der Körper reagiert unterschiedlich auf verschiedene Milchprodukte

Laktose-Intoleranz kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, hier gilt es wachsam zu sein. So kann zum Beispiel der Verzehr von Milch gar keine körperliche Reaktionen hervorrufen, der Kuchen mit Sahne allerdings sehr starke. Ist das Enzym Laktase nur in geringen Mengen vorhanden, können Lebensmittel mit einem niedrigen Laktose-Gehalt gut verdaut werden. Steigt der Milchzucker-Gehalt, wird es schon schwieriger und die üblichen Symptome stellen sich ein. Betroffene können die Wirkung von unterschiedlichen Produkten vorsichtig an sich selbst testen, gefährlich ist die Unverträglichkeit, wenn sie nicht gerade von anderen Krankheiten ausgelöst wurde, nicht. Ein Symptomtagebuch kann dem behandelnden Arzt bei der Diagnose helfen.

Hier finden Sie Ernährungstipps für Laktose-Intoleranteund das sollten Sie bei der Einnahme von Laktase-Tabletten beachten.

vf

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