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Beim Functional Training kommen oft Hilfsmittel zum Einsatz, wie hier im Fitnessstudio Fitness First in Berlin. So werden die Übungen abwechslungsreicher.

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Functional Training - Was ist dran am Trend?

Freestyle, Functional Training oder Calisthenics - diese Trainingsmethode ist derzeit schwer angesagt. Was nicht jeder weiß: Sie existiert bereits seit Jahrzehnten und erlebt gerade ein Revival. Doch was ist eigentlich so toll daran?

Die Vorteile von funktionellem Training liegen auf der Hand: "Mit dieser Trainingsart sind natürliche Bewegungsmuster, koordinative Abläufe und ein Effekt auf nahezu die gesamte Muskulatur des Körpers gegeben", erläutert Prof. Daniel Kaptain von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. Ein Vorteil gegenüber geführtem Krafttraining an Geräten sei auch der nicht unwesentliche Faktor 'Spaß an der Bewegung'.

Allerdings birgt funktionelles Training auch einige Risiken: "Ganz entscheidend ist die korrekte Ausführung der Bewegungen. Ist dies nicht gegeben, kann ein Training eher schädigend für den Körper sein", sagt der Experte. Deshalb sollten gerade Freizeitsportler darauf achten, dass sie den Rat eines qualifizierten Trainers bei ihren Übungen einholen. Dieser könne sie bei Bedarf korrigieren. "Auch wenn die Bewegungsmuster natürlich sind und daher einen hohen Transfer in den Alltag haben, sind viele durch einen latenten Bewegungsmangel nicht direkt im Stande, sie korrekt und mit hoher Intensität auszuführen", sagt Kaptain.

An zwei Beispielen erkenne man die Vorteile von funktionellem gegenüber maschinengeführtem Training: Die Kniebeuge wird im Alltag angewendet, wenn man zum Beispiel Gegenstände anheben möchte oder in die Hocke geht. "Eine vergleichbare Maschine wäre hier die Beinpresse, die allerdings weder die Bewegung der Hüfte noch die Stabilisierung der Wirbelsäule fördert", sagt Kaptain. Eine Optimierung des Gleichgewichts finde ebenfalls nicht statt. Bei der Liegestütze wiederum werden neben der Schulter-, Arm, und Brustmuskulatur gleichzeitig auch der Rumpf und die Gesäßmuskulatur gemeinsam trainiert. "Diesen Effekt gibt es so an Maschinen nicht."

Generell rät Kaptain zu einem Trainingsprogramm, das Freude bereitet und einen gewissen Alltags- und Sportbezug hat: "Dieser Spaß und die Übungsvariationen sind der Hauptmotivator für Sportler. Die Hauptsache ist, man trainiert regelmäßig und achtet auf die korrekte Ausführung, um optimale Ergebnisse zu erzielen."

tmn/dpa

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