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Monatelang wurde über die Geburtsstation in Illertissen diskutiert.

In Schwaben

Geburtsstation muss nach Hebammen-Kündigung geschlossen werden

Illertissen - Nach einer monatelangen Diskussion über die Zukunft der Geburtshilfestation im schwäbischen Illertissen wird die Station nun geschlossen - allerdings unfreiwillig.

Grund sei, dass ab Dienstag keine Hebammen mehr zur Verfügung stehen, berichtete der Krankenhausträger. Die freiberuflichen Hebammen hätten die Zusammenarbeit außerordentlich gekündigt.

Die Station in der Illertalklinik wird bisher von Belegärzten betreut, doch die Zukunft der Geburtshilfe ist ungewiss. Bislang stand die Schließung erst in wenigen Monaten im Raum. Die Hoffnungen für einen Erhalt ruhten auf der Errichtung einer Hauptabteilung für Geburtshilfe durch den Landkreis Neu-Ulm, doch der Kreistag hat diese Option vor wenigen Tagen abgelehnt.

Die Reaktion der betroffenen Hebammen kam prompt: Alle hätten am Tag nach der Entscheidung des Kreisparlaments mit Wirkung zum 17. Mai die Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses als Beleghebammen eingereicht, berichtete der Direktor der Kreisspitalstiftung, Michael Gaßner. Offizielle Begründung sei eine zu starke Arbeitsbelastung wegen erkrankter Kolleginnen. „Daher bleibt uns keine andere Wahl als die Schließung“, sagte der Klinikchef.

Gaßner will nun versuchen, zusätzliches Personal zu finden. „Unser Ziel ist es, die geburtshilfliche Belegabteilung, deren Weiterbetrieb vorgesehen war, wieder in Gang zu setzen“, sagte er. Bis dahin müssen schwangere Frauen in die Klinik in der Kreisstadt Neu-Ulm oder in Nachbarlandkreise fahren.

dpa

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