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Gefahr Bauchfett: So messen Sie Ihr Gesundheitsrisiko

Gefahr Bauchfett: So messen Sie Ihr Gesundheitsrisiko

Ein kleines Bäuchlein ist nicht schlimm? Von wegen. Mediziner schlagen Alarm: Ein dicker Bauch erhöht das Risiko für gefährliche Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall!

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Metabolisches Syndrom: Das steckt dahinter

Zu wenig Sport, zu viel Bier und Schweinsbraten: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist zu dick. Zu viele Fettpolster sind nie gesund – doch der Wert auf der Waage alleine sagt wenig aus. „Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht“, sagt Prof. Dr. Hans Hauner, Direktor der Klinik für Ernährungsmedizin im Klinikum Rechts der Isar und Vorstand der Deutschen Adipositas-Gesellschaft München. Gefährlich seien gerade die Polster in der Körpermitte.

„Dieses Fettdepot ist die treibende Kraft für viele Krankheiten“, warnt der Arzt. Grund: Das Gewebe in der Bauchhöhle produziert besonders viele Fettsäuren und Entzündungsstoffe, die den Körper belasten – als Folge drohen gefährliche Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Herzinfarkt oder gar Schlaganfall. Gerade Männer sind anfällig für die Speckpolster am Bauch, bei ihnen lagern sich die Pfunde hormonell bedingt vor allem in der Körpermitte an.

So messen Sie richtig

Mit einem Maßband können Sie Ihren Bauchumfang ganz leicht selbst bestimmen. Stellen Sie sich aufrecht hin und machen Sie den Oberkörper frei.

Legen Sie das Maßband in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und dem oberen Beckenknochen an. „Das Band sollte auf der Haut anliegen und nicht einschneiden“, erklärt Prof. Dr. Hans Hauner.

Wichtig: Halten Sie die Luft nicht an und ziehen Sie den Bauch nicht ein.

Bauchfettbewertung

Männer:
- ab 94 cm: leichtes Risiko
- ab 102 cm: erhöhtes Risiko

Frauen:
- ab 80 cm: leichtes Risiko
- ab 88 cm: erhöhtes Risiko

„Frauen sind weniger gefährdet, da das Fett bei ihnen vor allem an Po und Oberschenkeln ansetzt“, weiß der Experte. Laut der International Diabetes Federation gilt ein Bauchumfang von 80 Zentimetern bei Frauen und 94 Zentimetern bei Männer als bedenklich. Wer darüber liegt, hat bereits ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, an Diabetes und Herzinfarkt zu erkranken! Besonders riskant ist ein Umfang ab 88 Zentimetern (Frauen) und 102 Zentimetern (Männer). „Trifft das bei Ihnen zu, sollten Sie sich vom Hausarzt untersuchen lassen.“ Besonders kritisch ist es, wenn das Übergewicht mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes Typ 2 auftritt – das „tödliche Quartett“. Treffen drei dieser vier Faktoren zu, sprechen Ärzte vom Metabolischen Syndrom. Etwa 25 Prozent der Deutschen leiden daran – Tendenz steigend. Das Fettgewebe am Bauch ist der größte Risikofaktor, es begünstigt die Entstehung der anderen Faktoren.

Bei zu viel Bauchfett hilft nur eins: Abspecken. „Schon zwei bis fünf Kilo weniger auf der Waage reichen aus, um das Risiko für Krankheiten zu verringern“, so Hauner. Eine gute Nachricht hat der Mediziner aber: „Das Bauchhöhlenfett ist leicht mobilisierbar.“ Heißt: Die Polster am Bauch schmelzen schnell!

Christina Schmelzer

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