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Unbeschwerte Schwangerschaft: Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Baby und Mama zu schützen.

Gefahren für das Baby im Bauch

Eigentlich ist es eine Schwangerschaft etwas Erfreuliches, auch wenn sie mit Risiken für Mutter und Kind verbunden ist. Sorgen rufen Untersuchungen und Bluttests hervor, denen sich die Frauen unterziehen müssen. Einer davon ist der Test auf Toxoplasmose.

„Der Toxoplasmosetest ist freiwillig. Er gehört zwar nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen, die in den Mutterschutzrichtlinien vorgeschrieben sind, ist aber sehr zu empfehlen, da etwa 70 Prozent der Frauen keinen Schutz gegenüber der Infektionskrankheit Toxoplasmose besitzen“, sagt Dr. Christine Eisner-Landgrebe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Baunatal.

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„Der Bluttest, der in der Regel in der Erstuntersuchung vorgenommen wird, zeigt, ob die Patientin vor ihrer Schwangerschaft schon einmal von der Erkrankung betroffen war und über die Antikörper verfügt oder nicht“, so die Frauenärztin Dr. Annegret Schneiders. Bei der Toxoplasmose handele es sich um eine Infektion, die überwiegend durch den Kontakt mit Katzenkot undverunreinigter Erde übertragen werden kann, erläutert Eisner-Landgrebe. Aber auch in ungewaschenem Salat, rohem Fleisch, wie Mett, Gehacktes und nicht durchgegartem Steak, könnten die Erreger lauern.

„Die Toxoplasmose macht sich nur in zehn Prozent aller Fälle durch grippeähnliche Symptome wie zum Beispiel Fieber bemerkbar. Das ist das Tückische daran“, sagt die Gynäkologin. Wer bereits im Laufe seines Lebens an Toxoplasmose erkrankt war, sei auch in der Schwangerschaft dagegen immun und müsse keine weiteren Regeln beachten. „Sollte der Toxoplasmosetest negativ ausfallen, sollte die Schwangere gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Sie sollte unter anderem ausschließlich gut durchgegarte Fleisch- und Wurstwaren essen, Salat und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen und zur Gartenarbeit Handschuhe tragen.“

Katzenbesitzerinnen sollten das Säubern der Katzentoilette bestenfalls an ihren Mann delegieren oder dabei ebenfalls Handschuhe tragen. „Ihre Katzen müssen sie deshalb nicht gleich abschaffen“, so Eisner-Landgrebe. Wer die Regeln einhalte, könne eine Ansteckung verhindern und das Baby vor Schäden wie Blindheit, Krampfanfällen und anderen Erkrankungen im Gehirn bewahren. Falls sich nach einem weiteren Toxoplasmosetest, der im Abstand von etwa acht bis zehn Wochen erfolgt, herausstellen sollte, dass sie sich dennoch während Schwangerschaft infiziert hat, bekomme die werdende Mutter Antibiotika. „Nach einer erfolgreichen antibiotischen Therapie kommt das Kind in den meisten Fällen vollkommen gesund auf die Welt“, sagt Eisner-Landgrebe.

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