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„Burnout fängt nicht im Kopf an, sondern im gesamten Körper!“, behaupten Uschi Eichinger und Kyra Hoffmann-Nachum. 

Nie mehr Burnout

Wie fühlt sich ein Burnout an? Die meisten Betroffenen beschreiben ihren Gemütszustand mit vier Worten: Ich kann nicht mehr! Von Burnout zurück zur Lebensfreude, lesen Sie hier, wie es geht:

Als Krankmacher Nummer eins führen die Therapeuten vor allem mentale Stressfaktoren ins Feld: zu viel Druck im Job, eine permanente Überlastung im Privatleben, insbesondere bei der Bewältigung des familiären Alltags. Aber ist Burnout wirklich nur eine Frage der Psyche?

Daran äußern zwei erfahrene Heilpraktikerinnen jetzt erhebliche Zweifel. In ihrem neuen Buch Der Burnout-Irrtum (systemed Verlag, Lünen; www.systemed.de) behaupten Uschi Eichinger und Kyra Hoffmann-Nachum: „Burnout fängt nicht im Kopf an, sondern im gesamten Körper!“

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Uschi Eichinger

Ihre Grundthese: „In circa 70 Billionen Körperzellen wird ständig Energie produziert. Beim Burnout kommt diese Energieproduktion ins Stocken bis hin zu einem völligen Zusammenbruch.“ Und dagegen kann man sich wappnen, sagen die Expertinnen: „Ein gesunder, optimal versorgter Körper wird kaum an Burnout erkranken.“ Von der richtigen Ernährung über Bewegung bis hin zu den Schlafgewohnheiten und der Gestaltung des Wohnraums – auf 155 Seiten haben Eichinger und Hoffmann-Nachum in Zusammenarbeit mit renommierten Wissenschaftlern ein Anti-Burnout-Programm für Ihren Alltag zusammengestellt. Hier die besten Tipps der Heilpraktikerinnen.

Andreas Beez

So ernähren Sie Ihr Darm-Nervensystem richtig

Heilpraktikerin Kyra Hoffmann-Nachum

Hören Sie ruhig öfter mal wieder auf Ihr Bauchgefühl – es existiert tatsächlich. 500 Millionen Nervenzellen sind in der Darmschleimhaut angesiedelt, die mit den Gehirnzellen über Botenstoffe in ständigem Austausch stehen. Gefühle wie Angst, Freude, „Schmetterlinge im Bauch“ und Trauer nehmen wir Menschen durch unser Darmnervensystem wahr. Die Heilpraktikerinnen: „Daher können sich Darmstörungen, zum Beispiel chronische Entzündungen, direkt über Botenstoffe wie Histamin nachteilig auf das Gehirn auswirken und unser Gefühlsempfinden deutlich durcheinanderbringen.“ In ihrem Buch raten Eichinger und Hoffmann-Nachum unter anderem:

  • Kauen Sie jeden Bissen 30 bis 60 Mal! Der Magen ist für die Zerkleinerung der Nahrung verantwortlich. Wenn er ganze, unzerkaute Bissen verarbeiten muss, dann hat er weniger Kraft, um Viren und Bakterien zu bekämpfen.
  • Nicht nur Ihr Herz-Kreislauf-System, sondern auch Ihr Darm liebt Bewegung! Sie regt unter anderem die Zirkulation der Darmlymphe an.
  • Kaufen Sie keine Lebensmitteln mit Konservierungsstoffen und schlucken Sie nur Antibiotika, wenn es unbedingt sein muss! Genauso wie Antibiotika sind Konservierungsstoffe gegen die Vermehrung von Bakterien gerichtet. Das Problem: Sie können nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Batkerien unterscheiden, daher können Sie auch nützliche Helfer im Darm schädigen.

Alltagsgifte erkennen!

 „Die Aufnahme giftiger Substanzen aus der Umwelt führt immer schneller zu einer Belastung des Nervensystems, was man auch als Gehirnverschmutzung bezeichnen kann“, erklärt im Buch der Umweltmediziner Klaus-Dietrich Runow. Anders ausgedrückt: Toxine schädigen die Zellen. Einige Tipps, um den Anteil von Alltagsgiften im Körper zu reduzieren:

  • Vorsicht beim Deo-Kauf! Viele enthalten schädliche Aluminiumsalze, die leicht durch die Achselhaut in die Lymphbahnen des Körpers gelangen. Beim Kaufen auf die Bezeichnung „Ohne Aluminiumsalze“ achten.
  • Neue Kleidung vorm ersten Tragen unbedingt waschen! Ersetzen Sie Ihre chemischen Putzmittel durch Essigreiniger!
  • Achten Sie darauf, wo und wie Möbel, Teppiche und Texitilien hergestellt worden sind. „Das gilt insbesondere für Produkte aus Fernost“, sagen die Heilpraktikerinnen. Gütesiegel für schadstoffgeprüfte Produkte wie Der blaue Engel oder Textiles Vertrauen liefern Orientierung. Neue Kleidung unbedingt vorm ersten Tragen in die Waschmaschine stecken!
  • Raus mit den Amalgam-Füllungen aus den Zähnen! „Quecksilber, der Hauptbestandteil von Amalgam, ist zehn Mal so giftig wie Blei“, sagt der Schwermetall-Experte Dr. Joachim Mutter, „Es kann alle Funktionen des Körpers stören und zerstören. Die Zeit, die es braucht, bis die Hälfte des Giftes ausgeschieden ist (Halbwertszeit) beträgt für das Gehirn 20 bis 30 Jahre.“

Licht ist nicht gleich Licht

  •  „Licht hat von allen Umweltreizen den stärksten Effekt auf unsere innere Uhr“, sagt der renommierte Lichtbiologe Alexander Wunsch.
  • Auf die Qualität der Beleuchtung achten! Die beiden Heilpraktikerinnen halten nichts von Energiesparlampen: „Sie haben einen hohen Blauanteil, der in Verdacht steht, hormonelle Fehlregelungen und degenerative Netzhautschäden zu begünstigen.“ Deswegen raten sie davon ab.
  • Abends so wenig Kunstlicht wie möglich verwenden! Dr. Wunsch: „Thermische Lichtquellen wie Kerzen oder Glühlampen sind als Nachtbeleuchtung ideal.“ Und weiter: „Alle anderen Leuchtmittel, die heute die Glühlampe ersetzen sollen, enthalten keine Wärmestrahlung mehr. Gerade die ist aber für den menschlichen Körper so wichtig.“

Schlafen mit Köpfchen!

  • In den Abend und Nachtstunden bildet unser Körper das Schlafhormon Melatonin, kurbelt sozusagen seine eigene Zellschutzfabrik an. Melatonin ist auch der wichtigste Gegenspieler des Stresshormons Cortisol. Schläft ein Mensch schlecht oder zu wenig, verliert er Energie. Manchmal wirkt er gereizt oder missmutig. Und das kann man dagegen tun:
  • Im Schlafzimmer einen Netzfreischalter einbauen lassen! Damit unterbrechen Sie den Stromfluss und Störfrequenzen, die das Gehirn belasten und seine Regeneration behindern. Handys und elektrische Wecker gehören nicht aufs Nachtkasterl.
  • Absolut dunkel schlafen! Das Licht der Straßenlaternen und andere Lichtquellen haben negativen Einfluss auf die Schlafqualität.
  • Kühl schlafen! Die Temperatur sollte bei 18 Grad liegen. Wer friert, sollte sich lieber eine Decke mit ins Bett nehmen als die Heizung aufdrehen.

Elektrosmog reduzieren

  • „Ein bewusster Umgang insbesondere mit Hochfrequenztechnologien ist dringend notwendig“, sagen die Autorinnen. Deshalb:
  • Handy mit geringem SAR-Wert kaufen! SAR bedeutet Spezifische Absorptionsrate, das Maß für die Absporption von elektromagnetischen Feldern in biologischem Gewebe. Das Bundesamt für Strahlenschutz informiert über die verschiedenen Handymodelle (www.bfs.de).
  • Schalten Sie über Nacht Ihrem WLAN-Router ab – am besten stellen Sie Ihren Computer zu Hause auf eine Kabelverbindung um.

Lesen Sie hier, wie die richtigen Lebensmittel unserer Psyche helfen.

Das Buch

Der Burnout-Irrtum: Ausgebrannt durch Vitalstoffmangel – Burnout fängt in der Körperzelle an. Das Präventionsprogramm von Uschi Eichinger und Kyra Hoffmann-Nachum auf wissenschaftlich fundierter Basis mit Praxistipps und Fallbeispielen. Cirka 176 Seiten, 4-farbig zahlreiche Abbildungen; ISBN 978-3-942772-06-8 zum Preis von 19,99 EUR.

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