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Die richtige Vorsorge: Mit Sonnencremes wird Sonnenbränden vorgebeugt.

Großer Gesundheitsreport

Das größte Organ des Menschen: So retten Sie Ihre Haut

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Die Haut zählt zu den wichtigsten Organen von Menschen. Dabei wird sie oftmals unterschätzt. Ein Dermatologe erklärt, worauf wir besonders achten sollten.

München - Wenn es um die wichtigsten Organe geht, dann denken die meisten Menschen spontan an Herz und Hirn, an Magen und Darm, an Leber und Nieren. Die wenigsten haben die Haut auf der Rechnung - und das, obwohl sie für unsere Gesundheit eine entscheidende Bedeutung hat. „Sie ist praktisch eine Art kombiniertes Kontrollzentrum und Schutzschild unseres Körpers“, erklärt der Münchner Hautarzt Dr. Christoph Liebich. Im großen, zweiteiligen tz-Gesundheitsreport erklärt er Details und Zusammenhänge.

Was wirklich in unserer Haut steckt

Haut ist vielschichtig - im wahrsten Sinne des Wortes: Auf der einen Seite schützt sie uns vor Hitze, Kälte, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Und auf der anderen Seite spielt sie eine zentrale Rolle bei der Regelung der Körpertemperatur und des Feuchtigkeitshaushalts. Dafür sorgen Blutgefäße und Nervenzellen der Haut. So weiten sich die Gefäße bei Hitze, um überschüssige Körperwärme durch die Haut loszuwerden. Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, machen die Haut als äußere Isolationshülle des Körpers dicht.

Die Haut dient zudem als ausgeklügeltes Sinnesorgan, das uns Reize wie Hitze, Kälte oder Schmerzen fühlen lässt. „Trotz dieser vielfältigen, zum Teil lebenswichtigen Funktionen wird die Haut oft unterschätzt und vernachlässigt“, berichtet Dr. Liebich.

Augenmerk auf die Haut: Dr. Christoph Liebich erklärt das größte Organ des Menschen.

Gesamtoberfläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern

So sind sich viele Menschen nicht bewusst, dass die Haut sogar das größte Organ des Menschen ist. Sie misst eine Gesamtoberfläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern, wiegt je nach Körpergröße zwischen dreieinhalb und zehn Kilo. Im Schnitt macht die Haut 16 Prozent des Körpergewichts aus.

Dabei ist die schwere Hülle hauchdünn. An den Augenlidern hat sie eine Stärke von gerade mal 0,05 Millimetern, an den Fußsohlen und Handflächen bringt sie es immerhin auf etwa vier Millimeter Dicke.

Es gibt drei Hautschichten

Generell unterscheidet man zwischen drei Hautschichten: die äußerste nennt man Oberhaut. Mit 0,1 Millimetern ist sie nur so dünn wie ein Blatt Papier, allerdings stark genug, um ein Bollwerk gegen Krankheitserreger zu bilden. Darunter liegt die viel robustere Lederhaut. In ihr sitzen unter anderem Blutgefäße und Nervenzellen. Und dann gibt’s noch die Unterhaut mit dem Fettgewebe, den Talg- und Schweißdrüsen.

Leider bleibt das ausgeklügelte Sinnesorgan wie alle anderen auch nicht vom Alterungsprozess verschont - im Gegenteil: Pro Minute verlieren wir 30.000 bis 40.000 Hautzellen. Ihre Lebensdauer beträgt etwa vier Wochen.

Schutz vor Sonneneinstrahlung schon im Babyalter extrem wichtig

Umso wichtiger ist es, mit der Haut pfleglich und achtsam umzugehen. „Man kann gar nicht früh genug damit anfangen“, rät Dr. Liebich. Das gilt insbesondere für den Schutz vor Sonneneinstrahlung. Er ist bereits im Babyalter ex­trem wichtig. Denn mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko, später einmal an hellem oder schwarzem Hautkrebs zu erkranken.

Insbesondere der schwarze lässt bei Hautärzten alle Alarmglocken läuten. „Unbehandelt zählt er zu den gefährlichsten Krebserkrankungen überhaupt“, warnt Dr. Liebich, schiebt aber auch eine ermutigende Nachricht hinterher: „Umgekehrt gilt: Wenn schwarzer Hautkrebs rechtzeitig erkannt wird, ist er fast zu 100 Prozent heilbar.“

Hautkrebs-Screening beim Arzt

Deshalb ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung sinnvoll. Gesetzlich Versicherte haben ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf ein sogenanntes Hautkrebs-Screening. Dabei untersucht der Arzt den gesamten Körper mit einer Art speziellen Lupe auf verdächtige Hautveränderungen beziehungsweise Erkrankungen.

Die Fachbegriffe für die drei wesentlichen Gefahren heißen Basalzellkarzinom, Plattenephithelkarzinom und malignes Melanon. „Inzwischen gibt es auch weitere moderne Untersuchungsmethoden, die allerdings oft von den Krankenkassen nicht bezahlt werden“, berichtet Dr. Liebich. „Dazu gehört beispielsweise die Impedanzspek­troskopie.“ Bei diesem Hightechverfahren werden - vereinfacht ausgedrückt - Muttermale mithilfe von elektrischen Impulsen und Messungen analysiert. Das Messergebnis zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine bösartige Hautveränderung an.

Neben Krebs gibt es weitere Hauterkrankungen, die Millionen Patienten zu schaffen machen. Wie man sie erkennt und behandelt, erklärt Dr. Liebich im ersten Teil unseres tz-Reports. Im zweiten Teil gibt der Experte Tipps, was man bei der Pflege der Haut beachten sollte.

Krebsvorsorge: Mit einem speziellen Gerät untersucht Dr. Christian Liebich dier Haut eines Patienten auf verdächtige Stellen.

1. Hautkrebs

Mediziner unterscheiden zwischen Basaliomen (weißer oder heller Hautkrebs) und malignen Melanomen (schwarzer Hautkrebs). „Der helle Hautkrebs kommt besonders häufig vor und tritt zu 80 Prozent an Kopf und Hals auf, gerade im Bereich der Nase“, weiß Dr. Liebich. Die Patienten haben meist einen hellen Hauttyp, ihr Durchschnittsalter beträgt 60 Jahre. Sie haben im Regelfall zeitlebens viel Zeit in der Sonne verbracht - die schädliche UV-Strahlung gilt als wichtigster Risikofaktor. „Zwar bildet der helle Hautkrebs selten Tochtergeschwülste, aber er wächst rasch. Deshalb sollte man ihn frühzeitig behandeln lassen.“

Die Standardtherapie ist eine OP. Bestimmte Karzinome, die noch nicht tief in die Haut eingedrungen sind, lassen sich mit einer speziellen Bestrahlungsmethode entfernen. Sie heißt photodynamische Therapie.

Besonders dringend ist der Handlungsbedarf, wenn sich bei der Diagnostik schwarzer Hautkrebs herauskristallisiert hat. Am häufigsten entwickelt er sich am Rücken, an der Brust und an den Gliedmaßen, bei Männern vor allem am Rumpf, bei Frauen an den Unterschenkeln. „Schwarzer Hautkrebs gilt als äußerst aggressiv und bildet schnell Metastasen in anderen Organen“, berichtet Dr. Liebich. „Deshalb ist es sehr wichtig, den Krebsherd frühzeitig zu entfernen - und zwar so gründlich wie möglich!“

Selbst der kleinste Tumorrest kann ausreichen, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu befeuern. Andererseits lässt sich die Erkrankung im Frühstadium, als sogenannte Vorstufe, mit einer Mini-OP im Keim ersticken. Dr. Liebich: „Deshalb gilt neben der regelmäßigen Hautkrebsvorsorge: Wenn Ihnen ein Leberfleck komisch vorkommt, gehen Sie zügig zum Hautarzt - lieber einmal zu viel als zu wenig!“

2. Neurodermitis

Es juckt so sehr, dass man aus der Haut fahren könnte: Etwa fünf bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden an Neurodermitis, einer Hautentzündung, die häufig in Schüben auftritt. Ausgelöst wird sie von einer Art Überreaktion des Immunsystems. Zusätzlich können Allergien die Beschwerden verstärken: etwa Unverträglichkeiten von Pollen, Tierhaaren, Hausstaubmilben, aber auch von Lebensmitteln wie Milch, Eier, Fisch und Obst. Die Entzündungen bilden sich oft in den Ellenbeugen und Kniekehlen. Wie bei der Schuppenflechte auch, spielt die erbliche Veranlagung bei der Entstehung der Neurodermitis eine große Rolle.

Was kann man dagegen tun? „Bei stark juckenden Schüben können kortisonhaltige Salben oder Tabletten den Juckreiz lindern. Auch harnstoffhaltige oder ölhaltige Cremes, Bade- und Duschöle sollten langfristig zur Stabilisierung der Haut angewendet werden“, rät Dr. Liebich.

Auf lange Sicht empfiehlt er die Kombitherapie aus Salzwasserbädern und UVB-Bestrahlung, die den natürlichen Bedingungen am Toten Meer in Israel nachempfunden ist. Oft ist auch die Behandlung von Grundallergien wie Heuschnupfen oder Asthma sinnvoll, etwa durch Tabletten (Antihistaminika) oder mithilfe einer sogenannten Hyposensibilisierung. Dabei wird der Körper kontrolliert den Allergenen ausgesetzt, daran gewöhnt und abgehärtet.

3. Schuppenflechte

Etwa drei Millionen Deutsche leiden an Psoriasis, im Volksmund Schuppenflechte genannt. Und zwar deshalb, weil die Haut bei dieser entzündlichen Reaktion jede Menge silbrige Schuppen absondert. „Am häufigsten ist der Kopf betroffen, aber auch an den Gelenken, etwa an den Ellenbogen, ist die Erkrankung häufig zu sehen“, erläutert Dr. Liebich. „Wenn ein Elternteil betroffen ist, liegt die Wahrscheinlichkeit der Vererbung bei 50 Prozent.“

Bei Schuppenflechte gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Dr. Liebich empfiehlt speziell die synchrone Balneophototherapie: Salzwasserbäder bei gleichzeitiger Bestrahlung mit UVB-Licht. Das muss man zwar über mehrere Wochen drei bis fünfmal pro Woche machen, „aber die Wirkung ist ausgezeichnet“, sagt der Experte. 

Alternativ lassen sich gerade begrenzte Psoriasisherde mit einem Laser eindämmen. Zusätzlich gibt es Tabletten oder Spritzen (systemische Medikamente) wie Salben, die die Entzündungen behandeln, sowie Biologika. Das sind Eiweißverbindungen, die den Entstehungsprozess der Schuppenflechte blockieren. Auch homöopathische Produkte und Akupunktur können unterstützend helfen.

4. Rosacea

Diese Hauterkrankung empfinden viele Patienten als besonders gemein, weil sie sich ausgerechnet aufs Gesicht beschränkt. „Bei der Rosacea sind die feinen Äderchen im Gesicht erweitert, und die Haut ist gerötet“, berichtet Dr. Liebich. „Immer wieder bilden sich Knötchen und Eiterpickel. Das kann bis zu einer knollenartigen Verdickung der Nase und der Augen führen.“

Über die Ursachen sind sich die Wissenschaftler bis heute nicht im Klaren. Neben der genetischen Veranlagung sollen auch Umwelteinflüsse die Erkrankung begünstigen. Neuere Forschungen sehen einen Zusammenhang mit einer Überreaktion des Immunsystems.

Bei der Therapie unterscheidet man nach verschiedenen Stadien: Die Rosacea ersten und zweiten Grades wird mit Antibiotika oder Vitamin-A-Säure-Präparaten und Cremes behandelt. Gegen die Gefäßerweiterungen haben sich auch spezielle Blitzlampen oder Laser bewährt. Das Lasern ist keine Kassenleistung (etwa 150 Euro pro Sitzung). Zudem kann unterstützend eine medizinische Kosmetikerin eine spezielle Lymphdrainage vornehmen. Bei schwereren Formen müssen die Patienten über Wochen Medikamente schlucken. Manchmal wird sogar eine OP nötig - dann nämlich, wenn sich ein Rhinophym gebildet hat. So nennen Mediziner die bei Rosacea charakteristische Knollennase.

5. Nagelpilz

Flecken und Dellen, eingerissene Stellen - wenn Finger- oder Zehennägel erkranken, hat sich in den meisten Fällen ein Pilz eingenistet. „Er dringt in die Nagelplatte und in das Nagelbett ein und verursacht dort eine Infektion“, erklärt Dr. Liebich. Um den Störenfried zu enttarnen, wird zunächst eine Pilzkultur angelegt. „So können wir den Pilz gezielt behandeln.“ Das gelingt am besten mit Tabletten. Die Inhaltsstoffe werden auf den Erregertyp abgestimmt.

Eine Alternative bzw. Ergänzung ist die Laserbehandlung. Dabei wird - vereinfacht ausgedrückt - der Pilz mit Hitze abgetötet, ohne die umliegende Nagelstruktur zu beschädigen. Diese Behandlung bezahlen die gesetzlichen Kassen nicht. Sie kostet etwa 50 Euro. Lacke und Lösungen sowie eine regelmäßige medizinische Fußpflege eignen sich zur Unterstützung der Therapie.

6. Übermäßiges Schwitzen

Dieses Problem kann den Alltag zum Albtraum machen: Etwa ein bis zwei Prozent der Deutschen schwitzen mehr als ihnen lieb ist - oft unter den Achseln, auf der Stirn, an Händen und Füßen, manchmal am ganzen Körper. „Übermäßiges Schwitzen nennt man in der Fachsprache Hyperhidrosis“, weiß Dr. Liebich. „Dabei unterscheidet man zwei Arten: Bei der primären Hyperhidrosis gibt es keine andere Ursache dafür, dass die Schweißdrüsen unterhalb der Oberhaupt zu stark arbeiten. Bei der sekundären Hyperhidrosis ist das starke Schwitzen die Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung.“ Dazu zählen Gewichtsprobleme (Adipositas, sprich Fettleibigkeit), Schilddrüsenerkrankungen, psychische Erkrankungen sowie die Einnahme von Psychopharmaka, Diabetes, Bluthochdruck, Krebs und hormonelle Umstellungen. „Deshalb sollte man bei Hyperhidrosis eine gründliche körperliche Untersuchung vornehmen!“

Um das Ausmaß des Schwitzens abzuklären, gibt es einen simplen, schmerzfreien Test. Dabei wird dem Patienten ein spezielles Löschpapier auf die betroffene Stelle gelegt, etwa auf die Stirn oder unter die Achseln. Nach einer bestimmten Zeit wird das feuchte Löschpapier gewogen, um die Menge des Schweißes zu ermitteln. Übermäßiges Schwitzen beginnt nach wissenschaftlicher Definition ab einer Schweißproduktion von 100 Milligramm innerhalb von fünf Minuten.

„In den meisten Fällen lässt sich dieses Problem mithilfe eines kleinen Eingriffs beheben“, sagt Dr. Liebich. Eine Variante ist die Behandlung mit Botox - vereinfacht erklärt eine Art Betäubungsmittel für Nervenzellen, das vielen Menschen schon mal als Faltenglätter zu Ohren gekommen ist. Botulinumtoxin, so der korrekte Begriff, kann aber auch an Hände, Füße oder unter die Achselhöhlen gespritzt werden, um Schweißdrüsen auszuschalten. „Die Wirkung hält bis zu sechs Monate an. Danach kommt die Schweißproduktion wieder in Gang, häufig aber nicht mehr so stark wie vor der Behandlung“, berichtet Dr. Liebich. Nachteil dieser Therapie: Man muss sie wiederholen, und die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nicht für alle Körperstellen. Eine Behandlung an einer Problemstelle kostet etwa 750 Euro.

Alternativ können sich die Patienten auch operieren lassen. Bei diesem Verfahren unter örtlicher Betäubung werden die Schweißdrüsen mit einem Spezialgerät praktisch abgesaugt. Es dauert etwa eine Woche, bis die Wunde abgeheilt ist. „Tiefer liegende Nerven werden dabei nicht geschädigt“, betont Dr. Liebich. Kostet etwa 1800 Euro, die Kassen zahlen in der Regel nicht.

7. Akne

Mal abgesehen von der ersten Freundin oder dem ersten Freund beschert die Pubertät manchen Menschen eine bleibende Erinnerung: Aknenarben. Die Akne vulgaris ist eine hormonell bedingte Erkrankung, die besonders oft im Alter zwischen 15 und 18 Jahren vorkommt. „Sie wird von den männlichen Geschlechtshormonen, sogenannten Androgenen, verursacht, die vor allem während der Pubertät meist bei Jungen und seltener auch bei Mädchen verstärkt produziert werden“, erklärt Dr. Liebich. In der Folge wird die Talgproduktion der Haut übermäßig angeregt. Der Talg staut sich unter der Haut, und es entstehen Pickel und Mitesser. „Die Crux dabei ist: Wenn man diese Pickel selber unfachmännisch ausdrückt, gelangen schnell Bakterien in die Wunde, die Entzündungen hervorrufen. Am Ende dieses Prozesses können Narben entstehen.“

Um Aknenarben gezielt zu behandeln, ist eine gründliche Diagnose wichtig. Mediziner unterscheiden im Wesentlichen zwischen zwei Formen: „Atrophe Narben sind tieferliegend und lochartig, hypertrophe Narben sind dagegen erhöht und eher wulstig“, weiß Dr. Liebich. Sie lassen sich beispielsweise mit Microneedling behandeln. „Hierbei wird die Haut mit feinen Nadelrollern verletzt und zur Heilung angeregt.“ Die Kosten muss der Patient allerdings selbst übernehmen, sie betragen etwa 150 Euro. Auch eine Reinigung der Aknehaut mit Peelings oder der sogenannten Mikrodermabrasion bringen in den meisten Fällen gute Ergebnisse. „Bei der Mikrodermabrasion wird – vereinfacht ausgedrückt – die oberste Hautschicht abgetragen beziehungsweise abgeschliffen“, erklärt Dr. Liebich. Eine Behandlung kostet etwa 80 Euro, die gesetzlichen Kassen übernehmen diese nicht.

So schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne

Die Sonne streichelt Haut und Seele - aber sie kann auch zum Killer werden. Dann nämlich, wenn wir zu oft zu viel davon abbekommen, genauer gesagt zu hohe Dosen an UV-Strahlung. „UVA-Strahlen gelangen bis zur Lederhaut, UVB-Strahlen wirken vor allem in der Oberhaut“, erklärt Dr. Liebich. „Wer sich nicht davor schützt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch tödlichen Hautkrebs.“ Die wichtigsten Tipps des Hautarztes:

So cremen Sie sich richtig ein: Verwenden Sie Produkte mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50. Tragen Sie das Mittel großzügig auf, als Faustregel gilt: 25 Gramm über den Körper verteilen! Cremen Sie mindestens alle drei Stunden nach. Achten Sie auf das Verfallsdatum. Wenn es abgelaufen ist oder die Creme im Warmen lag, kann die Wirkung nachlassen.

So behandeln Sie Sonnenbrand: Hier helfen Aspirin, Quarkumschläge zum Kühlen und kortisonhaltige Salben.

So vermeiden Sie Mallorca-Akne: Wer fettige Haut hat, sollte ein ölfreies Sonnenschutzmittel oder ein Gel benutzen. Sonst können sich Pickel bilden - als Reaktion der Haut auf zu fettigen Sonnenschutz in Verbindung mit Licht (umgangssprachlich: Mallorca-Akne).

So beugen Sie Sonnenallergie vor: Em­pfindliche Menschen können sich vor ihrer Reise beim Hautarzt mit einer dosierten UV-Lichtbestrahlung abhärten lassen. Wenn sich der Ausschlag trotzdem bildet (meist in den ersten ein, zwei Urlaubstagen in der prallen Sonne), helfen kortisonhaltige Salben.

So dämmen Sie Pigmentstörungen ein: Wer das Problem mit den bräunlichen Flecken im Gesicht bereits kennt, sollte sich immer mit Schutzfaktor 50 eincremen. Frauen sollten das Make-up über den Sonnenschutz legen. Lassen Sie die Sonnencreme vor dem Schminken 15 Minuten einwirken. „Im Herbst kann man die Flecken beim Hautarzt behandeln lassen“, so Dr. Liebich.

Andreas Beez

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