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Stechmücken können bei manchen Menschen fiese Reaktionen wie Juckreiz und Schwellungen hervorrufen.

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Gibt es die Mückenallergie wirklich - und was kann ich dagegen tun? 

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Wer allergisch auf Mückenstiche reagiert, bei dem kann es zu starken körperlichen Beschwerden kommen. Die Symptome können aber mit Medikamenten bekämpft werden.

Mückenstiche sind für die meisten Menschen harmlos. Will heißen: Mückenstiche werden im Normalfall nicht größer als drei bis fünf Millimeter, jucken kurz und machen sich dann nicht mehr bemerkbar. 

Manche Menschen reagieren jedoch heftiger auf die kleinen Stiche, es breiten sich dann Schwellungen von bis zu fünf Zentimetern aus und eine stark juckende Blase entsteht. Es folgen Reaktionen wie Benommenheit, Kreislaufprobleme, Erbrechen oder Atemnot. Doch gibt es sie wirklich - die Mückenallergie?

Warum jucken Mückenstiche überhaupt?

Wenn eine Mücke sticht, hinterlässt sie ihren Speichel in der Haut. Dieser Speichel ist am Ende Schuld daran, dass der Mückenstich juckt. Dies ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des menschlichen Körpers. Für die Mücke hat er eine andere Funktion: Er ist stark proteinhaltig und verhindert somit, dass das Blut zu schnell gerinnt. So kann sie das Blut besser aussaugen.

Wie Marcus Maurer, Professor für Dermatologische Allergologie an der Charité Berlin, gegenüber der European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) erklärte, sei die Reaktion, also der Juckreiz, für den Menschen aber durchaus nützlich. "Im Laufe der Evolution hat der menschliche Körper gelernt, dass Insektenstiche zu Infektionen führen können. Es ist absolut sinnvoll, an der Einstichstelle Verteidigungszellen zu haben."

Lesen Sie hier: Studie deckt auf: Darum werden Sie ständig von Mücken gestochen - und andere nicht.

Symptome einer Mückenallergie

Damit hierbei von einer Allergie gesprochen werden kann, müsste das Immunsystem Antikörper gegen die Proteine ​​im Speichel der Mücken entwickeln. Diese Reaktion trete laut Maurer jedoch nur in seltenen Fällen nach einem Mückenstich auf. Es sei zudem schwierig, eine Mückenallergie nachzuweisen.

Wer an einer Mückenallergie leide, der verspüre nicht nur Juckreiz, es müssten dann folgende Symptome auftreten:

  • Starke Schwellung um den Stich
  • Starker Juckreiz
  • Übelkeit
  • Benommenheit
  • Atemnot
  • Schneller Puls
  • Kreislaufprobleme

In den meisten Fällen sei eine starke Schwellung nach einem Mückenstich eher auf eine Entzündung als auf eine Allergie zurückzuführen.

Lesen Sie hier: Es juckt wie wild - darf ich einen Mückenstich kratzen?

Darum reagieren manche Menschen so extrem auf Mückenstiche

Wer unter starken Schwellungen der Haut und starkem Juckreiz nach einem Mückenstich leidet, bei dem muss es sich nicht gleich um eine allergische Reaktion handeln. Vielmehr kann es sein, dass sich im Speichel der Mücke ein erhöhter Anteil an Proteinen oder sogar Umweltgiften befindet. Nachgewiesen werden kann dies aber bisher nicht.

Lesen Sie hier: Darf ich einen Mückenstich mit Spucke einreiben?

Das können Sie gegen juckende und geschwollene Mückenstiche tun

Torsten Zuberbier, Professor für Allergologie an der Berliner Charité, erklärte gegenüber dem Stern, dass sich gegen den Juckreiz nicht müde machende Antihistaminika anbieten würden. Zudem sei Geduld wichtig, denn mit jedem Stich nehme die heftige Reaktion ein wenig ab. "Bei manchen verschwindet die allergische Reaktion auf Mückengift sogar ganz."

Mittel gegen Symptome eines Mückenstichs:

  • Honig
  • Basilikum
  • Kamillentee
  • Zwiebeln
  • Zitronensaft
  • Eis
  • Fenistil
  • Antihistaminika

Mittel zur Vorbeugung gegen Mückenstiche:

  • Mückengitter anbringen
  • Anti-Mückenspray, wie etwa Autan
  • Tomaten pflanzen (Mücken mögen sie nicht)
  • Düfte wie Salbei, Zitrone oder Lorbeer vertreiben Mücken, etwa in Kerzenform
  • Ätherische Öle

Auch interessant: Juckreiz adé: Diese zehn Hausmittel helfen schnell gegen Mückenstiche.

sca

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