+
Die Grippewelle in Deutschland hatte Ende Februar ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem ging die Zahl der Virusnachweise immer weiter zurück.

227 Menschen starben

Tief durchatmen: Die fiese Grippewelle klingt ab

Berlin - Besonders viele Deutsche haben in diesem Winter das Influenza-Virus zu spüren bekommen. Doch das Schlimmste ist überstanden: Die Grippewelle klingt ab.

In der zweiten Aprilwoche seien noch 756 bestätigte Neuerkrankungen erfasst worden, sagte die Influenzaexpertin des Robert Koch-Instituts (RKI), Silke Buda, der Deutschen Presse-Agentur.

Zum Höhepunkt der Erkrankungswelle Ende Februar waren es zeitweise mehr als 10 000 pro Woche. Ein endgültiges Fazit sei noch nicht möglich, sicherlich sei es aber "keine leichte Grippewelle" gewesen, sagte Buda.

Das RKI geht davon aus, dass bei weitem nicht jeder Grippefall registriert ist. "Gerade jetzt im Frühling denken viele Betroffene nicht mehr an Grippe und gehen nicht zum Arzt", sagte Buda. Zudem werde nur ein sehr geringer Anteil der Patienten überhaupt getestet.

Insgesamt wurden laut Influenza-Wochenbericht des RKI seit Beginn der Welle Ende 2014 mehr als 67 400 bestätigte Influenza-Fälle erfasst. 227 Menschen mit einer Influenza-Infektion starben. In etwa 16 Prozent der Fälle mussten Patienten ins Krankenhaus. Da ein wandlungsfreudiges Grippevirus eine Komponente der Grippeschutzimpfung außer Kraft gesetzt hatte, waren Geimpfte in diesem Jahr weniger gut gewappnet als in anderen Jahren.

Nur noch in wenigen Regionen im Nordosten Deutschlands sind Atemwegserkrankungen aktuell verbreitet: Dort zeigt die Übersichtskarte des RKI vor allem grüne Flächen und damit eine moderat erhöhte Aktivität. Nur noch wenige gelbe und orangene Flecken, etwa im Norden Brandenburgs und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns zeigen eine deutlich erhöhte Aktivität an. In vielen anderen Teilen strahlt es blau, die Zahlen sind dort auf Normalniveau.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mann jätet Unkraut - kurz darauf will er sich am liebsten das Bein abschneiden
Ein Tag im Garten hat für Nathan Davies dramatische Konsequenzen: Er erleidet dabei solche Schmerzen, dass ihm fast eine Bein-Amputation droht. So geht es ihm jetzt.
Mann jätet Unkraut - kurz darauf will er sich am liebsten das Bein abschneiden
Dreifache Mutter stillt noch immer vierjährige Tochter - mit erstaunlichen Folgen
Sarah Everett hat drei Kinder – ihre jüngste Tochter ist vier Jahre alt. Dennoch stillt sie sie noch immer täglich – und bricht damit ein Tabu.
Dreifache Mutter stillt noch immer vierjährige Tochter - mit erstaunlichen Folgen
Leiden Sie an akuter Atemnot? Dann schnell ab zum Arzt
Asthma-Erkrankungen haben stark zugenommen. In Deutschland sterben jedes Jahr vier bis acht von 100.000 Menschen. Doch wie erkenne ich es – und was kann ich tun?
Leiden Sie an akuter Atemnot? Dann schnell ab zum Arzt
Mit Durchfall nach drei bis vier Tagen zum Arzt
Jeder leidet hin und wieder einmal unter Durchfall. Das ist unangenehm, aber in der Regel schnell vergessen. Länger als ein paar Tage sollte Durchfall aber nicht …
Mit Durchfall nach drei bis vier Tagen zum Arzt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.