+
Die Grippewelle beginnt erst Ende Januar.

Die Grippewelle ist da: Die wichtigsten Tipps im Überblick

Die Grippewelle rollt durch Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hervor. Was Sie jetzt unbedingt beachten sollten.

Die Grippe ist alles andere als eine harmlose Krankheit - das zeigen allein die dramatischen Zahlen aus der vergangenen Influenza-Saison in Deutschland. Nun kommt die nächste Grippewelle. Wie schützt man sich vor Ansteckung? Und was tun, wenn die Infektion schon da ist? Die wichtigsten Tipps und Verhaltensregeln rund um die Krankheit im Überblick:

Wie schütze ich mich vor einer Infektion?

Das Robert-Koch-Institut rät erstens zum Abstand von den Mitmenschen, wenn möglich auch in vollen Bahnen und Bussen, und zweitens zu gründlichem Händewaschen. Das bedeutet: immer mit Seife und mindestens 20 bis 30 Sekunden lang. Die Stiftung Gesundheitswissen rät darüber hinaus, auch auf Händeschütteln und freundschaftliche Umarmungen zu verzichten. Niesen und husten sollte man am besten in Einwegtaschentücher - die man danach sofort entsorgt - oder notfalls in die Ellenbeuge. Und frische Luft schadet ebenfalls nicht.

Ich habe keine Grippeschutzimpfung. Lohnt sie sich jetzt noch?

Ja. Bis sich der Impfschutz nach dem Pikser richtig aufgebaut hat, vergehen zwar zehn bis vierzehn Tage. Die Dauer einer Grippewelle lässt sich aber nur schwer voraussagen und kann deutlich darüber liegen. Und manchmal folgt auf eine erste auch noch eine zweite Grippewelle.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren, allen Schwangeren ab dem 2. Trimester, medizinischem Personal, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen mit bestimmten Krankheiten. Das sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Nieren- und Leberleiden, Multiple Sklerose sowie Diabetes. Gesunden Erwachsenen unter 60 wird die Impfung nicht ausdrücklich empfohlen, sie können sich aber ebenfalls impfen lassen. Gleiches gilt für Kinder ab sechs Monaten.

Lesen Sie auch: Für wen eine Grippe-Impfung jetzt noch sinnvoll ist.

Woran erkenne ich die Grippe? Oder ist das nur eine Erkältung?

Eine Erkältung heißt auch grippaler Infekt, hat mit der Grippe oder Influenza aber nicht besonders viel zu tun. Die Symptome können sich allerdings ähneln. Die wichtigsten Unterschiede laut Stiftung Gesundheitswissen: Die Grippe schleicht sich im Gegensatz zur Erkältung nicht an, sondern kommt schlagartig. Typisch für die Grippe sind hohes Fieber und Gliederschmerzen, bei der Erkältung eher Schnupfen und Halsschmerzen ohne oder nur mit mäßigem Fieber. In fünf bis sieben Tagen sollte bei beiden Krankheiten das Schlimmste vorbei sein.

Mehr über Erkältung: Arzneien im Test - nur ein Medikament hilft wirklich.

Was tun bei Grippe?

Schnell zum Arzt gehen - und dann zu Hause bleiben. Wichtig ist außerdem, viel zu trinken, so die Stiftung Gesundheitswissen. Das gleicht den Flüssigkeitsverlust durch Fieber und starkes Schwitzen aus. Die üblichen Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie ASS (Acetylsalicylsäure) oder Ibuprofen helfen bei Kopf- und Gliederschmerzen. Darüber hinaus kann der Arzt Medikamente verschreiben, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Die wirken aber nur, wenn Betroffene sie spätestens 24 bis 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome nehmen. Antibiotika helfen bei Grippe nicht.

Zum aktuellen Lagebericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza

Mehr zum Thema: Influenza 2018/2019 - was hilft schnell gegen Grippesymptome?

Weiterlesen: Genau darum müssen Sie dringend öfter Ihre Hände waschen.

dpa

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich falsch ernährt
Mit Ende 40 beginnen bei den meisten Frauen die Wechseljahre. Bei Yovana Mendoza blieb bereits mit Ende 20 die Periode aus - weil sie sich jahrelang falsch ernährt hat.
Influencerin (29) kurz vor Wechseljahren - weil sie sich falsch ernährt
Detox mit grünen Smoothies: Sind sie wirklich schädlich für die Schilddrüse?
Grüne Smoothies sollen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben und beim Abnehmen helfen. Doch gibt es tatsächlich negative Effekte auf die Schilddrüse?
Detox mit grünen Smoothies: Sind sie wirklich schädlich für die Schilddrüse?
Diese Fehler beim Putzen werden Sie bereuen - sie können Sie krank machen
Putzen ist für die meisten von uns lästig. Wer allerdings bestimmte Dinge nicht beachtet, dem kann das Putzen sogar gefährlich werden.
Diese Fehler beim Putzen werden Sie bereuen - sie können Sie krank machen
Schmerzmittel vor Sport können Körper dauerhaft schädigen
Um körperliche Grenzen besser ignorieren zu können, nehmen immer mehr Sportler vor Wettkampfsituationen, aber auch beim Training Schmerzmittel ein. Ganz nach dem Motto, …
Schmerzmittel vor Sport können Körper dauerhaft schädigen

Kommentare