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Grüner Star durch hohen Koffeinkonsum? Studie zeigt auf, bei wem erhöhtes Risiko besteht

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Von: Franziska Kaindl

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Kaffee mit Milchschaum.
Eine Studie hat einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und dem Risiko von Grünem Star aufgedeckt. © Akkalak/Imago

Haben Kaffeetrinker ein erhöhtes Risiko, später an einem Glaukom, auch als Grüner Star bekannt, zu erkranken? Eine Studie hat einen Zusammenhang ausgemacht.

Der Grüne Star (Glaukom)* ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für Erblindungen. Wie sich ein hoher Kaffeekonsum auf den Augeninnendruck auswirkt, hat eine Studie aus dem Jahr 2021 untersucht. Dieser ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms. Dabei stellten die Forscher fest, dass Personen mit genetischer Veranlagung, sich beim Koffeinkonsum zurückhalten sollten. Bereits drei Tassen am Tag würden demnach das Risiko eines erhöhten Augeninnendrucks vervierfachen.

Grüner Star: So viel Kaffee kann bei Vorbelasteten das Glaukom-Risiko erhöhen

Durchgeführt wurde die Studie von Forscher der Mount Sinai School of Medicine in New York. Sie untersuchten die Daten von mehr als 120.000 Teilnehmern zwischen 39 und 73 Jahren aus den Jahren 2006 bis 2010. Zudem beantworteten die Teilnehmer wiederholt Fragebögen zu ihrem Koffeinkonsum, Ernährungsstil, ihrer Sehkraft und zu Glaukom-Erkrankungen in der Familie. Drei Jahre nach Beginn der Studie unterzogen sie sich einer Überprüfung ihres Augeninnendrucks.

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Dabei stellten die Forscher fest: Bei den Personen mit der stärksten genetischen Veranlagung führte ein höherer Koffeinkonsum zu einem höheren Augeninnendruck und damit einem höheren Risiko, ein Glaukom zu entwickeln. Bei denjenigen, die täglich mehr als 321 Milligramm Koffein zu sich nahmen also circa drei Tassen Kaffee –, lag sogar ein vierfach höheres Risiko vor.

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Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und Glaukom-Risiko – nicht alle betroffen

„Glaukom-Patienten fragen oft, ob sie ihre Sehkraft durch eine Änderung des Lebensstils schützen können, doch war dies bisher ein relativ wenig untersuchter Bereich“, sagte Co-Autor Anthony Khawaja. „Diese Studie deutet darauf hin, dass Menschen mit dem höchsten genetischen Risiko für Glaukom von einem mäßigen Koffeinkonsum profitieren könnten.“ Es sei allerdings anzumerken, dass der Zusammenhang zwischen Koffein und einem Glaukom-Risiko nur bei einem hohen Koffeinkonsum und bei Personen mit einer sehr hohen genetischen Veranlagung festgestellt wurde, so der Experte. Bei Teilnehmern ohne oder geringer genetischen Veranlagung konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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