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Grüner Tee bei Stiftung Warentest: Viele Produkte mit Schadstoffen belastet, nur zwei bekommen die Note „gut“

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Von: Juliane Gutmann

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Die Stiftung Warentest hat 27 Grüntees und Matcha-Tees auf Schadstoffe hin geprüft. Das Ergebnis fällt eher ernüchternd aus. Nur zwei Tee-Marken erhalten die Note „gut“.

Immer mehr Untersuchungen ergeben, dass grüner Tee das Herz-Kreislauf-System schützt und stärkt. „Die Untersuchungen zu grünem Tee zeigen, dass die Katechine gefäßerweiternd und somit durchblutungsfördernd wirken. Damit und über andere Wirkungen helfen die Pflanzenstoffe, Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) vorzubeugen. Grüner Tee kann somit das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck etwas senken“, wird Professor Dr. med. Hans Hauner, Ernährungsmediziner und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung e.V., auf Herzstiftung.de zitiert.

Auch die entzündungshemmende Wirkung von grünem Tee machen sich die Menschen zunutze, etwa bei Arthrose. Und sogar gegen Coronaviren soll grüner Tee Wirkung zeigen, wie aus einer Studie hervorgeht. Der große Haken: Die „vollständig hemmende Wirkung auf Coronaviren“ wurde nur im Reagenzglas erreicht. „Es gibt viele natürliche oder chemische Stoffe, die im Reagenzglas Viren hemmen können“, wird Professor Friedemann Weber vom Institut für Virologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen vom ZDF zitiert. Das heiße aber noch lange nicht, dass diese auf reale Bedingungen übertragbar seien. 

Grüner Tee gilt wegen seiner anregenden Wirkung auch als gesunder Kaffeeersatz. Doch die Qualität von grünem Tee kann erheblich schwanken. Die Stiftung Warentest hat kürzlich 27 Produkte auf Schadstoffe geprüft.

Eine Frau hält eine Tasse mit losem Grünem Tee
Grüner Tee gilt als wahrer Gesundmacher. Doch Vorsicht: Enthaltene Schadstoffe bergen Risiken. © Imago

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Schadstoffe in grünem Tee: Auch Aluminium ist ein Problem

„Wir haben aktuell 24 Grün­tees zum Aufbrühen sowie 3 Matchas auf kritische Substanzen untersucht, zum Beispiel auf Pestizide, Pyrrolizidinalkaloide und Aluminium. Fazit: Es gibt eine deutliche Verbesserung gegen­über 2015, doch nur zwei Produkte schneiden rundum gut ab und sind damit Testsieger“, heißt es auf den Seiten der Stiftung Warentest. Zum Hintergrund: 2015 waren mehr als die Hälfte der getesteten Produkte stark mit Schad­stoffen belastet gewesen.

Vor allem die Aluminium-Werte sind teilweise sehr hoch. Das Problem: Hohe Gehalte können auf Dauer den Nerven, Nieren und den Knochen schaden, so die Stiftung Warentest. Die Teepflanze Camellia sinensis, aus der grüner Tee hergestellt wird, nimmt das Metall über die Erde auf, heißt es weiter.

Vor allem drei getestete Produkte waren deutlich mit Schadstoffen belastet und sollten deshalb nicht im Übermaß verzehrt werden:

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