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Grünes Licht für Booster und Moderna-Impfstoff für Kinder

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EMA-Empfehlung zu Impfstoffen bei Kindern
Die Europäische Arzneimittelbehörde hat grünes Licht für Boosterimpfungen mit dem Präparat von Biontech und Pfizer bei Kindern ab 12 Jahren gegeben. Zugelassen werden soll außerdem der Moderna-Impfstoff für Kinder ab 6. © Moritz Frankenberg/dpa

Die Booster-Impfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer wird bisher nur Erwachsenen empfohlen. Nun bewertet die EMA eine Auffrischung auch bei Kindern ab 12 Jahren als Nutzen. Außerdem soll der Impfstoff von Moderna für Kinder ab 6 Jahren zugelassen werden.

Amsterdam - Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Booster-Impfung von Kindern ab 12 Jahren mit dem Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech. Das teilte die EMA mit.

Die Experten stimmen auch der Grund-Impfung von Kindern von sechs bis elf Jahren mit dem Impfstoff des Herstellers Moderna zu. Eine endgültige Entscheidung muss die EU-Kommission treffen. Das gilt als Formsache. Die EMA betonte aber, dass die EU-Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, ob eine Auffrischungs-Impfung für Kinder angeboten werden soll.

Geringere Booster-Dosis als für Erwachsene

Die Booster-Impfung mit dem Pfizer-Präparat hat für Kinder nach Angaben der EMA eine geringere Dosis als bei Erwachsenen. Der Impfstoff ist bereits als Grundimpfung in zwei Dosen für Menschen ab 5 Jahren zugelassen. Doch die Zulassung für eine Auffrischungsimpfung galt bisher erst ab 18 Jahren. Ein Booster wird nach der Grundimmunisierung verabreicht, die in der Regel aus zwei Impfungen besteht. Dadurch wird nach Angaben der EMA der Schutz vor einer Infektion und einer schweren Erkrankung erhöht.

Die Experten der Behörde hatten zuvor Daten des Herstellers und Studien geprüft. Es seien keine neuen Sicherheitsrisiken bekannt geworden.

Für Kinder reicht halbe Moderna-Dosis

Auch der Impfstoff von Moderna soll für Kinder von 6 bis 11 Jahren zugelassen werden. Die Wirksamkeit und Sicherheit des Präparates sei ebenso hoch wie bei Erwachsenen. Für Kinder soll die Dosis um 50 Prozent reduziert werden, wie die EMA mitteilte. Studien zeigten, dass damit der Immunschutz bei Kindern so hoch sei wie bei Jugendlichen von 18 bis 25 Jahren mit der hohen Dosis.

Mögliche Nebenwirkungen seien Schmerzen und Röte an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber oder Gelenkschmerzen. dpa

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