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Gut durchtrainierte Freizeitsportler wiegen meist mehr als ihr Idealgewicht. Dafür sorgen ausreichend Muskeln für einen straffen Körper.

Gute Figur statt Idealgewicht: Wie funktioniert das?

Wer mit seiner Figur unzufrieden ist, denkt sofort ans Abnehmen. Als Richtwert dient dabei meist ein errechnetes Idealgewicht. Doch ist diese Größe wirklich hilfreich, um einen wohlgeformten Körper zu bekommen?

Die Frage um das Idealgewicht wird immer wieder heiß diskutiert. Die Waage sagt uns zwar genau, wie viel man wiegt, aber über Aussehen und Gesundheit verrät sie wenig.

"Sinnvoller wäre es, auf Körperfettanteil und Muskelmasse wertzulegen", sagt Prof. Dr. Daniel Kaptain von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. "Genauer hinterfragt geht es den meisten doch darum, eine gute Figur zu haben." Doch das bedeutet nicht, dass man dafür weniger wiegen muss.

Beim Abnehmen führt die Gewichtskontrolle allein oft zu dem bekannten Jo-Jo-Effekt. Durch drastische Diäten nimmt man oft ab. Was verloren geht, ist aber neben dem Körperwasser vor allem wertvolle Muskelmasse. "Diese ist jedoch entscheidend für den Stoffwechsel und Grundumsatz. Je mehr Muskeln, desto mehr Kalorien werden verbrannt", sagt der Fitnessexperte.

Bei Diäten ohne Fitnesstraining schwindet dieser Stoffwechselmotor. "Für viele kann dies bedeuten, dass man nach einer Diät zwar auf der Waage weniger wiegt, der Körperfettanteil aber unverändert ist", warnt Prof. Kaptain und fügt hinzu: "Wenn man nach einer Diät dann wieder normal isst, werden die Kalorien wegen des geringeren Grundumsatzes nicht vollständig verbraucht und wandern in die körpereigenen Fettdepots." Daher sollte man neben einer bedachten Ernährungsweise immer versuchen, durch Bewegung Muskeln zu erhalten oder aufzubauen.

Zuletzt stellt sich die Frage: Ist es das Gewicht auf der Waage oder der Körperumfang, der zählt? Erstrebenswert ist für viele wohl eher eine optimale "Body Composition" mit straffem Gewebe und wenig Fett.

dpa

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