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Die Hälfte der Deutschen kann andere nicht riechen.

Der Nase nach

Jeder zweite Deutsche kann andere nicht riechen

Eklig oder angenehm - der Geruchsinn warnt uns vor verdorbenen Essen oder Feuer. Selbst bei sozialen Beziehungen spielt unsere Nase eine große Rolle.  

Stimmt der Duft nicht, wird mehr als jeder Zweite in Deutschland bei der ersten Begegnung „sehr zurückhaltend“. Dies ergab eine Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ unter 2130 Männern und Frauen ab 14 Jahren.

„Wie sehr man sich auch bemüht, Sympathiepunkte zu sammeln - ein unangenehmer Körpergeruch lässt sich oft nicht wettmachen“, heißt es. Frauen und Männer machten ähnliche Angaben in der Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg.

Mit der Nase den Gerüchen auf der Spur

Mit der Nase können wir atmen und riechen. Durch das Einatmen von Duftstoffen werden Millionen von Riechzellen in der Nasenhöhle aktiviert. Sie wandeln die chemischen Geruchsmoleküle in elektrische Signale um und leiten sie an das Gehirn weiter. Damit das Gehirn einen komplexen Duft wahrnehmen kann, müssen viele Riechzellen, die unterschiedliche Duftrezeptoren tragen, zusammenarbeiten.

Das Riechvermögen des Menschen ist nicht mehr so stark ausgeprägt wie etwa das eines Hundes. Dennoch löst es emotionale Reaktionen aus: So kann der ekelige Geruch einer verdorbenen Speise vor deren Verzehr warnen, der Duft einer Rose wird als angenehm empfunden.

Auch für soziale Beziehungen spielen Gerüche offenbar eine Rolle. Man kann jemanden „nicht riechen“ heißt es, wenn man ihn nicht leiden kann. Welche Bedeutung das Riechorgan in unserem Leben hat, zeigen viele Redewendungen: immer der Nase nach, einen guten Riecher haben, die Nase voll oder vorn haben, jemanden an der Nase herumführen, an die eigene Nase fassen.

dpa

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