+
Handystrahlung gefährdet die Gesundheit nicht.

Handystrahlen sind nicht gefährlich

Genf - Entgegen gängiger Vermutungen gefährdet Handystrahlung nicht die Gesundheit, das zeigt eine Studie der WHO. Das könnte sich aber mit dem Nutzungsverhalten in Zukunft änden.

Eine mit Spannung erwartete Großstudie der Weltgesundheitsorganisation WHO über die Folgen von Handystrahlungen hat keine Beweise für Gesundheitsgefahren gefunden. Es gebe keine Anzeichen für eine gesteigerte Anfälligkeit für Hirntumore, heißt es in der am Montag in Genf veröffentlichten Untersuchung. Sie stützt sich weitgehend auf Interviews von 2708 Menschen mit Gliomen sowie 2409 Menschen mit Meningiom, den häufigsten Gehirntumoren, und Kontrollpersonen in 13 Ländern. Nicht auszuschließen sei, dass langes Telefonieren mit mobilen Telefonen das Tumorrisiko fördere, hieß es weiter. Dafür bedürfe es aber weiterer Untersuchungen.

Die bisher größte Studie dieser Art für Zusammenhänge zwischen Handy-Nutzung und Gehirntumoren war im Jahr 2000 von der WHO in Auftrag gegeben worden, wobei auch die Industrie einen Teil der Finanzierung übernommen hat. Die Mehrheit der Befragten gehören nach Angaben der Autoren der Studie nicht zu den starken Handynutzern. Ihr Gebrauch lag bei etwa zwei Stunden im Monat. Ungewöhnlicherweise wurde auch festgestellt, dass der regelmäßige Gebrauch von Handys sogar die Gefahr von Tumoren etwas verringern kann. Dies hätten auch schon frühere Untersuchungen gezeigt, aber auch hierzu seien weitere Studien nötig, hieß es.

Nutzungsgewohnheiten verändern sich

In der Studie wird zugegeben, dass sich die Handy-Nutzung seit 2000 stark verändert hat. So sei es nicht unüblich, dass junge Leute heute ihr mobiles Telefon mehr als eine Stunde am Tag nutzen. Allerdings stießen heutige Handys weniger starke Strahlen aus. Hinzu käme die verstärkte Nutzung von geschriebenen Nachrichten (SMS) und Headsets. “Von diesen Daten kann man nicht auf ein erhöhtes Risiko für Gehirntumoren schließen“, wird der Direktor der Internationalen Agentur für die Krebsforschung (IARC), Christopher Wild, zitiert.

44 Gründe, warum das Handy beim Feiern daheim bleiben sollte

44 Gründe, warum das Handy beim Feiern daheim bleiben sollte

Die Veränderten Nutzungsgewohnheiten machten aber weitere Untersuchungen notwendig. Die Industrie fühlt sich dagegen durch die Studie bestätigt, dass keine gesundheitlichen Gefahren von Handys ausgehen. Michael Milligan, Generalsekretär des Mobile Manufacturers Forums sagte, dies bedeute “eine weitere klare Bestätigung hinsichtlich der Sicherheit von Mobiltelefonen“. Die Gesamtanalyse stimme mit Ergebnissen früherer Studien und dem beachtlichen Umfang der Forschung überein, die kein erhöhtes Gesundheitsrisiko aus dem Gebrauch von Mobiltelefonen ableiteten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das passiert, wenn Sie sofort nach dem Essen Zähne putzen
Zähneputzen ist wichtig - das weiß jedes Kind. Doch wer es falsch macht, schadet seinen Beißern mehr als gedacht. Wann es gefährlich werden kann, lesen Sie hier.
Das passiert, wenn Sie sofort nach dem Essen Zähne putzen
29-jährige Jungfrau ist schwanger - aus diesem traurigen Grund
Sie ist 29 Jahre alt, Single - und noch immer Jungfrau: Dennoch ist Lauren hochschwanger. Wie das geht, hat die Kanadierin jetzt verraten.
29-jährige Jungfrau ist schwanger - aus diesem traurigen Grund
So schützen sich Skifahrer vor Kälte
Deutschland steht eine Kältewelle mit polaren Temperaturen bevor. Wintersportler müssen sich besonders schützen - im Gesicht, an den Fingern und an den Füßen. Was …
So schützen sich Skifahrer vor Kälte
Ärzte schlagen Alarm - und warnen jetzt vor dieser gefährlichen Diät 
Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating: Diese Essstörungen sind bereits medizinisch anerkannt. Doch nur wenige kennen Orthorexie. Was sich dahinter verbirgt.
Ärzte schlagen Alarm - und warnen jetzt vor dieser gefährlichen Diät 

Kommentare