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Cannabis wird auch in Lebensmitteln zugesetzt - mit teils gefährlichen Folgen.

Geschmackssache

Hanfgetränke bis Grillwurst mit Hanföl: Ist Cannabis in Nahrungsmitteln gefährlich?

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Trends sind für die Lebensmittelindustrie eine gewinnbringende Sache - aktuell steht Hanf hoch im Kurs. Ob in Getränken oder im Müsliriegel: Wie sinnvoll ist Cannabis im Essen?

Immer neue Food-Trends und Inhaltsstoffe schwemmen auf den Markt. Mit Superfood, Functional Food oder veganen Produkten lässt sich nämlich viel Geld verdienen. Dafür werden oft exotische Zutaten mit mal mehr und mal weniger gesundheitsfördernden Eigenschaften verarbeitet, wie zum Beispiel Chia-Samen, das Gemüse Portulak oder - recht neu - Hanfsamen, Hanföl oder Hanf-Tee. Doch wie gesund sind diese Produkte wirklich?

Wertvolle Fettsäuren in Hanfprodukten - aber auch in einigen Fällen zu viel THC

Die Verbraucherzentrale hat sich mit der Frage beschäftigt und kommt zu einem positiven Ergebnis: Hanfsamen würden hochwertiges Eiweiß, gesunde Fettsäuren und Ballaststoffe enthalten. Doch bei Lebensmitteln wie Hanf-Schokolade, Hanf-Milch, hanfhaltigen Müsliriegeln, Grillwurst mit Hanföl oder Bier und Limonade mit Essenzen der Nutzpflanze wurde in einigen Fällen auch der psychoaktive Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (THC) gemessen, was vor allem Schwangeren und Kindern schaden kann.

Die meisten Produkte, die in Deutschland erhältlich sind, enthalten der Verbraucherzentrale zufolge Hanfsamen beziehungsweise das aus den Samen gewonnene Protein oder Öl. Darin enthalten sind dem Bundeszentrum für Ernährung zufolge unter anderem für den Körper wichtige Nährstoffe wie

  • pflanzliches Protein,
  • essentielle Aminosäuren,
  • wertvolle Omega-Fettsäuren (Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren),
  • Vitamin E, B1, B2 und B6,
  • Magnesium, Calcium, Phospor und Eisen.

Lesen Sie auch: Drogen gegen den Schmerz - wer bekommt Cannabis auf Rezept?

Abnehmen und Muskeln aufbauen mit Hanfprodukten?

Es gibt allerdings auch viele andere Produkte wie Nüsse, Lein- und Sesamsamen, Distel- oder Walnussöl, die dem Körper hochwertige Fettsäuren und Mineralstoffe zuführen - und weitaus weniger kosten als Hanfprodukte. Und auch wenn Hanfsamen eine positive Wirkung auf den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und die Blutzuckerwerte zugesprochen wird und in mancher Werbung sogar von gewichtsreduzierendem und muskelaufbauendem Effekt die Rede ist: wissenschaftlich erwiesen sind diese aber nicht.

Und nicht nur das: Hanfhaltige Produkte enthalten teilweise zu hohe THC-Werte, die gesundheitsschädliche Wirkung entfalten können. So würden dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit festgesetzten Obergrenzen für die rauscherzeugende Substanz TCH in vielen hanfhaltigen Produkten überschritten, was zu verminderter Reaktionsfähigkeit, Müdigkeit oder Auswirkungen auf die Psyche führen kann. Vor allem Schwangere, Kinder und Menschen, die häufig hanfhaltige Produkte verzehren, können gesundheitlich beeinträchtigt werden, wie die Verbraucherzentrale warnt.

Umfrage zum Thema

Lesen Sie auch: Gesunde Mähne mit Öl aus Cannabis - das Naturprodukt nutzt nicht nur den Haaren.

Weiterlesen: Cannabis in Nahrungsergänzungsmitteln - diesen gefährlichen Effekt haben die Hanf-Produkte.

jg

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