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Einen Niesreiz sollte man nicht unterdrücken. Denn auf diese Weise gelangen Fremdkörper wieder nach draußen. Foto: Heiko Wolfraum/dpa

Kurz und schmerzlos

Hatschi! Warum Niesen eine sinnvolle Sache ist

Ob im Bus, im Büro oder im Supermarkt - in der Erkältungzeit hört man es überall Niesen. Angenehm ist es für die umstehenden Mitmenschen nicht. Doch was raus muss, muss raus. Warum, erklärt ein HNO-Arzt.

Berlin (dpa/tmn) - Ein kräftiger Nieser kann peinlich sein, vor allem, wenn es gerade still ist. Regelrechte Niesanfälle nerven. Und mitunter sieht man den umstehenden Leuten an, dass sie denken: "Oh Gott, was niest der jetzt wohl für Keime aus?" Und trotzdem sollte raus, was der Körper loswerden will.

Was das kann?

"Niesen ist eine Schutzfunktion des Körpers", erklärt Steffen Knopke, Oberarzt an der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Berliner Charité. Staub, Krümel, kleine Insekten - was immer sich in die Nase verirrt, wird wieder herauskatapultiert. Der Fremdkörper übt einen Reiz aus. Dieser wird über den Trigeminusnerv weitertransportiert. Aber statt im Gehirn Bescheid zu geben, löst er einfach gleich einen Reflex aus: Der Oberkörper zieht sich blitzartig zusammen, dort vorhandene Luft schießt durch die Nase aus dem Körper. Und mit ihr der Fremdkörper.

Was also tun?

Niesen. Den Reiz zu unterdrücken, ist nicht sinnvoll. Tut man es trotzdem, muss man Knopke zufolge aber keine Angst davor haben, sich zu verletzen. Es gibt zwar Einzelfälle, bei denen der Druck im Kopf durch das Wegdrücken des Niesens gefährlich hoch ansteigt. "Das passiert aber extrem selten", sagt der Experte. Normalerweise steigt der Druck bei einem unterdrückten Nieser in etwa so wie der Blutdruck, wenn er besonders hoch ist.

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