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Bei kleineren Wunden ist ein Pflaster nicht unbedingt notwendig.

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Heilen Wunden am besten an der Luft?

Viele sind überzeugt: Wunden sollten an der Luft heilen. Das wäre einfach besser. Aber ist das wirklich so gut? Ob das stimmt, weiß ein Hautexperte.

Beim Hinfallen das Knie oder die Hände aufgeratscht: Wer Kinder hat, für den sind kleinere Unfälle an der Tagesordnung. Schnell ein Pflaster draufkleben und weiterspielen lassen. Wobei... Wunden heilen besser an der Luft, heißt es oft. Aber stimmt das eigentlich?

Bei kleineren Abschürfungen schon, sagt Claas Ulrich von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Bei größeren Wunden kann diese sogenannte trockene Wundbehandlung aber das Gegenteil bewirken - nämlich die Heilung verzögern. Wenn größere Wunden austrocknen, dann werden bestimmte Enzyme deaktiviert, und die frischen, sich teilenden Zellen sterben ab, erklärt Ulrich.

Deshalb verwenden Mediziner in solchen Fällen spezielle Verbände, Pflaster oder Auflagen, die die Wunde feucht halten, nachdem die Blutung gestillt ist. Übrigens funktionieren Blasen- oder Herpespflaster nach dem gleichen Prinzip. Auch sie sollen - bei den kleineren Baustellen am Körper - durch feuchte Wundbehandlung für eine schnellere Heilung sorgen.

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dpa/tmn

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