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An Weihnachten steigt das Herzinfarkt-Risiko.

Experten warnen

An Weihnachten steigt das Herzinfarkt-Risiko

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Über Weihnachten kommt es zu mehr Herzinfarkten als an anderen Tagen. Besonders häufig trifft es Männer. Bei dem leisesten Herzinfarkt-Verdacht sollten Betroffene keine Zeit verlieren, warnt die Deutsche Herzstiftung.  

Plötzlich treten unangenehme Brustschmerzen auf und halten länger als fünf Minuten an - doch an den Weihnachtsfeiertagen denken viele Betroffene nicht an einen Herzinfarkt. Sie warten stunden- oder gar tagelang ab und hoffen, dass die Beschwerden von allein wieder verschwinden, berichtet die Deutsche Herzstiftung.

Herzinfarkt ist ein Notfall 

Gerade in der Weihnachtszeit würden Notfallmediziner diese Erfahrungen machen. Das Abwarten ist ein großer Fehler. Dabei geht kostbare Zeit verloren. 

„Zögern Patienten bei Herzinfarkt oder akuten Brustschmerzen zu lange mit dem Notruf 112, riskieren sie ihr Leben“, warnt der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung.

Anhaltende Schmerzen oder Druck- und Engegefühl im Brustraum sind Symptome für einen Herzinfarkt. Bei dem leisesten Verdacht auf einen Herzinfarkt sollten Sie sofort den Notarzt über den Notruf 112 rufen. Zögern Sie nicht. Falsche Rücksicht auf die Familie an den Feiertagen kann tödliche Folgen haben. 

Was ist ein Herzinfarkt?

Beim Herzinfarkt wird ein Herzkranzgefäß durch ein Gerinnsel (Thrombus) verstopft. Dadurch ist der Blutfluss zu einem Teil des Herzmuskels vermindert oder gar verschlossen. Der Herzmuskel wird nicht mehr ausreichend Sauerstoff versorgt, und das Gewebe stirbt ab. Das kann Herzrhythmusstörung bis hin zum Kammerflimmern auslösen.

Der Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jedes Jahr sterben 52.000 Menschen, sagt Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung in einer Pressemitteilung.

An normalen Tagen erleiden rund 30 Menschen einen Herzinfarkt, an den Weihnachtsfeiertagen sind es über 40.

Nicht nur das Fest der Liebe geht aufs Herz. Auch Wutausbrüche sind schlecht für das Herz. Zudem belegen Studien, dass das Risiko für Herzinfarkte oder plötzlichen Herztod bei einer Fußball-WM dramatisch steigt.

Alarmzeichen: Symptome für einen Herzinfarkt

  • Starke, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, häufig nur hinter dem Brustbein, in die Arme, Hals, Kiefer, Schulterblätter, Oberbauch oder Nacken.

  • Starkes Engegefühl, heftiger Druck oder Brennen im Brustkorb.

  • Blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß auf Stirn und Oberlippe.

  • Atemnot, Unruhe.

  • Evtl. Übelkeit, Erbrechen.

  • Angst.

  • Schwindel, Schwächegefühl, evtl. Bewusstlosigkeit.

  • Ernstes Warnsignal: Nächtliches Erwachen mit Schmerzen im Brustkorb.

  • Bei Frauen mit Herzinfarkt können Schmerzen im Brustkorb fehlen. Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch oder Atemnot sind manchmal die einzigen Beschwerden.

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

Scheuen Sie nicht davor, die Notrufnummer 112 zu wählen. Bewahren Sie Ruhe.

  • 112 - Erklären Sie deutlich, dass ein Verdacht auf Herzinfarkt besteht. Nennen Sie Ihren Namen, danach den Namen und die Adresse des Patienten. 
  • Fahren Sie auf keinen Fall selber in die Klinik.
  • Lagern Sie den Patienten mit erhöhten Oberkörper.
  • Öffnen Sie enge Kleidung.
  • Versuchen Sie, Ruhe auszustrahlen.

Die Deutsche Herzstiftung bietet mehr Infos im Internet sowie einen kostenfreien Ratgeber „Was tun im Notfall?“ mit einer Darstellung der Herzinfarkt-Alarmzeichen an.

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

ml

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