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Wer zur Blutgruppe A, B oder AB gehört, hat ein leicht höheres Risiko als Menschen mit der Blutgruppe 0.

Blutgruppe Riskio für Herzkrankheiten

A, B, AB oder 0? Forscher haben jetzt einen Zusammenhang zwischen Herzkrankheiten und bestimmten Blutgruppen festgestellt.

Die Blutgruppe als Faktor für Herzkrankheiten? Forscher in den USA haben nun einen Zusammenhang gefunden. Wer zur Blutgruppe A, B oder AB gehört, hat ein leicht höheres Risiko als Menschen mit der Blutgruppe 0.

Dabei stieg die Anfälligkeit bei Typ A um acht Prozent, bei Typ B um elf und bei AB um 20 Prozent, wie die kürzlich im Fachmagazin des Amerikanischen Herzverbandes „Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology“ veröffentlichte Studie herausfand. Kein Grund zur Panik, aber vielleicht doch ein Anstoß zu einer gesünderen Lebensweise, erklären die Ärzte. „Wir können die Blutgruppe nicht ändern, aber wir können den Lebensstil ändern“, sagt Autor Lu Qi von der Harvard School of Public Health in Boston.

Untersucht wurden Daten aus mehr als 20 Jahren von rund 90.000 Männern und Frauen. Insgesamt entwickelten 4.070 von ihnen Herzkrankheiten. Bei der Berechnung des Blutgruppen-Risikos wurden in der Studie auch Alter und Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten oder Herzanfälle in der Familiengeschichte berücksichtigt.

Wie die Blutgruppenzugehörigkeit sich auf das Risiko auswirkt, war nicht im Visier der Forscher. Doch verweist die Untersuchung auf frühere Forschung zu Charakteristika der verschiedenen Blutgruppen, die beispielsweise vermuten lässt, dass es ein Zusammenspiel beim Cholesterinspiegel gibt oder bei der Gefahr, dass sich Blutklümpchen bilden.

Gruppen 0 und A in Deutschland etwa gleich häufig

Ungeachtet der Blutgruppe aber sollten die anderen Risikofaktoren ins Bewusstsein rücken, mahnt Autor Qi. Denn auf diese hätten die Menschen schließlich Einfluss. An erster Stelle nennt Qi Rauchen, Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte oder zu hohen Blutdruck.

Eine Blutgruppe ist die Beschreibung der individuellen Zusammensetzung der Eiweiße auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Es gibt eine Reihe verschiedener Blutgruppensysteme, 29 davon sind laut Rotem Kreuz bei der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion anerkannt und beschrieben. Als wichtigste gelten das AB0-System und das Rhesussystem. Blutgruppen sind erblich und sind daher ein Merkmal, um Verwandtschaftsverhältnisse belegen zu können. In Deutschland verfügen etwa 41 Prozent der Menschen über Blutgruppe 0, 43 Prozent über A, elf über B und fünf über AB.

Von Jamie Stengle, dapd

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