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Friedrich-Wilhelm Mohr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), stellte die aktuellen Zahlen zu Herzoperationen in Deutschland vor.

Herzpatienten werden immer älter

Freiburg - Mehr als jeder zweite Herzpatient (53,6 Prozent) ist im vergangenen Jahr bei der Operation 70 Jahre oder älter gewesen. Die Altersentwicklung der Patienten stellt die Medizin vor große Herausforderungen.

Der Anteil der Herzpatienten, die bei der Operation 70 Jahre und älter sind,  habe sich seit 1994 mehr als verdoppelt, teilte die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) am Montag in Freiburg mit. Damals waren 24,9 Prozent der Herzpatienten mehr als 69 Jahre alt.

Gestiegen ist den Angaben nach auch der Anteil der Herzpatienten, die über 80 sind. Er liege inzwischen bei 14 Prozent, hieß es. Der Trend setze sich in den kommenden Jahren fort. Die Folge: Herzoperationen werden immer aufwendiger.

„Für die Medizin stellt die Altersentwicklung der Patienten eine große Herausforderung dar“, sagte DGTHG-Präsident Friedrich Wilhelm Mohr. In den meisten Fällen gebe es neben Herzproblemen weitere Erkrankungen, die behandelt werden müssten. Zudem werde bei älteren Patienten eine größere medizinische Vorbereitung und Nachsorge betrieben als bei Menschen, die jünger sind.

Als Grund für die Entwicklung nannte Mohr die älter werdende Gesellschaft sowie den Fortschritt bei Medikamenten. Eine Herzoperation werde heute später nötig, da viele Betroffene sich länger als früher mit pharmazeutischen Mitteln helfen könnten.

In Deutschlands Krankenhäusern gibt es nach Verbandsangaben jährlich rund 100.000 chirurgische Eingriffe am Herzen. Seit fünf Jahren ist diese Zahl den Angaben zufolge stabil.

Herz- und Kreislauferkrankungen sind laut der Gesellschaft Todesursache Nummer eins in Deutschland. Jeder zweite Todesfall sei die Folge einer Erkrankung des Herz- und Kreislaufsystems.

dpa

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