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Ein Birkenblatt mit Blüte. Übrigens Pollen stäuben aus mänlichen Blüten.

Heuschnupfen

Die Birken-Pollen kommen!

Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, muss sich schon in den nächsten Tagen wappnen. Durch den milden Winter fliegt der Blütenstaub in diesem Jahr sehr früh.

Der milde Winter freut die meisten, doch für die rund 18 Millionen Deutschen mit Heuschnupfen bedeutet das: Keine Pause von der Pollenflugzeit! Seit Monaten plagen verschiedene Pollenarten die Allergiker. Einige Pflanzen sind schon wieder abgeblüht, doch die Birken legen jetzt erst richtig los, wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst gestern mitteilte. Ist dann die Birkensaison überstanden, geht es mit Roggen- und Gräserpollen weiter.

Welche Pollen fliegen derzeit umher?

Überall gibt es noch Haselpollen, deren Blüte bereits Mitte Dezember begonnen hatte. Die Hasel ist aber fast abgeblüht. Auch Eschenpollen fliegen noch. Die höchste Belastung gibt es derzeit durch Erlenpollen. Am meisten betroffen sind der Norden und Osten Deutschlands.

Was steht uns jetzt bevor?

Ab Mitte März wird der Birkenpollenflug beginnen, zunächst im Süden und etwas später im Norden. Laut der Europäischen Stiftung für Allergieforschung wird die Belastung im Vergleich zum Vorjahr stärker ausfallen. Birken produzieren alle zwei Jahre besonders viele Pollen. Die Belastung hängt auch davon ab, wie viel es regnet.

Wie läuft eine allergische Reaktion ab?

Erreicht der Blütenstaub die Augen- und Nasenschleimhäute, bildet der Körper gegen die vermeintlichen „Feinde“ Antikörper und schüttet unter anderem den Botenstoff Histamin aus. Die Folgen sind tränende und juckende Augen, Schnupfen, Niesattacken und Atemnot. In schweren Fällen droht ein allergischer Schock. Ohne ausreichende Therapie erkranken laut dem Ärzteverband Deutscher Allergologen zudem bis zu 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten an Asthma.

Wie können sich Allergiker schützen?

Beim Betreten der Wohnung die Kleidung wechseln. Vor dem Schlaf die Haare mit Wasser ausspülen. Sport im Freien vermeiden. Auf dem Land ist die Pollenbelastung am Morgen am stärksten, in der Stadt hingegen wird das Maximum erst abends erreicht. Daher: Am besten nur nachts lüften. Auch hilfreich: Ein Lüftungsfilter im Auto. Bei der Urlaubsplanung am Pollenkalender orientieren. Vor allem in den Hochgebirgen und am Meer können Allergiker durchatmen. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst bietet außerdem eine kostenlose Pollen-App an: Hier kann jeder die Pollenflugvorhersagen sehen (mehr Infos unter: www.pollenstiftung.de).

Welche Medikamente helfen?

 Antiallergisch wirkende Antihistaminika werden bei akuten Symptomen eingesetzt. Es gibt sie als Nasenspray oder Augentropfen sowie als Tabletten und Tropfen in der Apotheke. In stärkeren Fällen kann der Arzt kortisonhaltige Mittel verordnen. Die sogenannte Hyposensibilisierung ist bisher die einzige Möglichkeit, die Ursache einer Allergie zu behandeln.

AFP/dpa

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