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Experten erwarten dieses Jahr wieder verstärkten Birkenpollen-Flug.

Allergiker aufgepasst!

Heuschnupfen: Birkenpollen 2014 besonders extrem

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Es geht schon wieder los mit dem Heuschnupfen. Die ersten Hasel- und Erlenpollen fliegen schon durch die Luft. Ab Mitte März müssen Allergiker mit den extrem vielen Birkenpollen rechnen.

Es ist der Rythmus der Natur - und ein Graus für Heuschnupfen-Geplagte: Alle zwei Jahre setzen Birken besonders viele Pollen frei. Nachdem die Birken im vergangenen Jahr weniger Pollen produzierten, sei 2014 von einer "verstärkten Aktivität" auszugehen, sagt Prof. Karl-Christian Bergmann von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Der Birkenpollenflug beginnt meist Mitte März.

Die ersten Hasel- und Erlenpollen fliegen bereits. Doch im vergangenen Jahr haben die Haselnusssträucher besonders viele Pollen produziert. Insofern erwarten die Experten hier weniger. Die Zahl der Erlenpollen wird ähnlich hoch sein wie im Vorjahr.

Heuschnupfen: Was jetzt hilft!

Erste Heuschnupfen-Symptome? Ab zum Allergologen!

Obwohl die Zahl der Pollen noch sehr gering ist, lösen sie bei Allergikern nach Angaben der Experten so heftige Reaktionen aus wie zur Pollenhauptsaison. Der Grund: Da seit Monaten keine Pollen geflogen sind, sprechen Mediziner von einer "Entwöhnung der Nase". Aber auch ein überstandener Erkältungsschnupfen oder eine Grippe haben die Nase empfindlicher werden lassen, so Bergmann.

Juckende, gerötete Augen, heftige Niesattacken und laufende Nase - wer schon jetzt unter den typischen Heuschnupfensymptomen leidet, sollte im Zweifelsfall einen Allergologen aufsuchen.

Diese Pollen lösen besonders häufig Heuschnupfen aus

Etwa jeder Vierte leidet in Deutschland an Heuschnupfen. Das sind rund 18 Millionen Menschen. Allergische Reaktionen äußern sich durch tränende und juckende Augen, Fließschnupfen, Niesattacken und Atemnot. Die Allergie kann auch zu Magen-Darm-Störungen, Müdigkeit sowie Konzentrationsstörungen führen.

Die Birkenblüte, deren Pollen derzeit die Allergiker mit Heuschnupfen plagen.

Für jeden Pollenallergiker ist es wichtig zu wissen, auf welche Pollen er überempfindlich reagiert. Zu den Blütenpollen, die besonders häufig allergische Symptome - Heuschnupfen -  auslösen gehören Hasel, Erle, Esche, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuss und Ambrosia.
Die Pollen windbestäubender Pflanzen wurden schon früh als ein Haupt-Auslösefaktor des Heuschnupfens erkannt. Um sich zu vermehren produziert eine einzige Roggenpflanze cirka 21 Millionen Pollen, eine Sauerampferpflanze  cirka 400 Millionen Pollen.

Baumpollen  

  • Erle
  • Hasel
  • Birke

Gräserpollen

  • Wiesn-Knäulegras (Dactylis glomerata L.)
  • Ruchgras (Anthoxanthum oderatum L.)
  • Weidlgras (Lolium perenne L.)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense L.) 
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis L.)

Für Heuschnupfen geplagte kann es hilfreich sein sich über den aktuellen Pollenflug in Deutschland und ihrer Region zu informieren. Etwa auf der Webseite der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) unter www.Pollenstiftung.de.

Pollen App hilft Heuschnupfen-Geplagten

Mit der kostenlosen "Pollen App" gibt es für Allergiker den Pollenflug für Deutschland, Österreich und Frankreich direkt auf das Handy. Mit der App lassen sich auch persönliche Belastungswerte und Diagramme erstellen. Die App kann für Android (z.B.: androidpit.de/de/android/market/apps) und IPhone (store.apple.com/de) Systeme unter dem Namen „Pollen“ kostenlos heruntergeladen werden.

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose Stoffe der Umwelt. Die allergischen Reaktionen ähneln denen einer Erkältung, sind äußerst unangenehm und können im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein. Die am häufigsten betroffenen Organe sind die Haut und die Schleimhäute.

Im Unterschied zu anderen allergischen Erkrankungen der Atemwege tritt ein Heuschnupfen nur zu bestimmten Jahreszeiten auf.

Wie können sich Allergiker schützen?

Experten empfehlen, die Kleidung beim Betreten der Wohnung zu wechseln. Auch ist es ratsam, vor dem Schlafengehen die Haare mit Wasser auszuspülen. Sport im Freien sollte vermieden werden. Auf dem Lande ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden am stärksten, in der Stadt hingegen wird das Maximum erst abends erreicht. Empfohlen wird daher, das Schlafzimmer nachts zu lüften und die Fenster am frühen Morgen zu schließen und auch tagsüber geschlossen zu halten.

Hilfreich ist auch ein Fensterschutz, ebenso ein Lüftungsfilter im Auto. Bei ihrer Urlaubsplanung sollten sich Allergiker am Pollenkalender orientieren. Eine Ferienreise ist dann am günstigsten, wenn zu Hause der jeweils allergieauslösende Pollen "Hochsaison" hat. Vor allem in den Hochgebirgen und am Meer, wo es reichlich pollenarme Luft gibt, können Allergiker durchatmen.

Welche Medikamente helfen?

Antiallergisch wirkende Antihistaminika werden bei akuten Symptomen eingesetzt, moderne Mittel machen auch nicht mehr so müde. Es gibt sie als Nasenspray oder Augentropfen sowie als Tabletten und Tropfen in der Apotheke. In stärkeren Fällen kann der Arzt kortisonhaltige Mittel verordnen. Auch Akupunktur kann Heuschnupfen-Symptome vorübergehend lindern. Die sogenannte Hyposensibilisierung ist bisher die einzige Möglichkeit, um die Ursache einer Allergie zu behandeln. Dabei wird das betreffende Allergen in steigender Dosis verabreicht, um den Körper daran zu gewöhnen.

Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format

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AFP/ml

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Die Birken-Pollen kommen!

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