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Bei einem Hexenschuss möchte man sich am liebsten nur noch hinlegen. Das allerdings ist nicht ratsam. Foto: Monique Wüstenhagen

Schmerz im Kreuz

Hexenschuss geht vorbei

Wenn der Schmerz ins Kreuz schießt: Ein Hexenschuss kann ganz plötzlich auftreten und uns lahmlegen. Doch was ist das eigentlich? Und was kann man dagegen tun?

Hamburg (dpa/tmn) - Eine falsche Bewegung und plötzlich ist er da: ein teuflischer Schmerz im Rücken. Mit etwas Glück ist es "nur" ein Hexenschuss.

Was das ist?

Gute Frage. Denn was im Volksmund als Hexenschuss bezeichnet wird, hat eben keine eindeutig identifizierbare medizinische Ursache. Es steckt also kein Bruch dahinter und keine herausgerutschte Bandscheibe. "Denkbar ist bei der sogenannten akuten Lumbago, wie wir Ärzte den Hexenschuss nennen, eher eine Funktionsstörung wie eine Blockade", erklärt Wolfgang Schillings vom Athleticum der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf.

Der Bewegungsapparat ist ein hochkomplexes Gebilde. Greift da irgendein Zahnrädchen auch nur einen Moment lang nicht richtig, gerät das System an dieser Stelle ins Stocken. Die umliegenden Muskeln verspannen sich, um die Schwachstelle zu schützen. Und schon fährt dem Betroffenen der Schmerz in den Rücken.

Was also tun?

Abwarten und in Bewegung bleiben. Früher hat man Betroffenen gern ein Schmerzmittel gespritzt. "Heute wissen wir, das hat mehr Nachteile als Nutzen." Stattdessen kann jeder, der das gut verträgt, ein frei verkäufliches Schmerzmittel einnehmen. Das hilft über den akuten Schmerz zu Anfang hinweg.

"Vielen helfen Wärme oder Physiotherapie", sagt Schillings. In ganz schlimmen Fällen kann ein Arzt ein lokales Betäubungsmittel an den betroffenen Rückenmuskel spritzen, das den Schmerz nimmt. So oder so: Nach circa einer Woche hat sich der Fall meist erledigt.

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