+
Hodenhochstand noch bei Babys behandeln

Hodenhochstand noch bei Babys behandeln

Ein Hodenhochstand, eine Hodenfehllage in Leistenkanal oder Bauchhöhle, sollte vor dem neunten Lebensmonat behandelt werden.

Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Hoden von alleine in den Hodensack absteigen, ist später als drei bis vier Monate nach der Geburt gering, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt. Werde die Fehlstellung erst nach dem zweiten Lebensjahr korrigiert, sei eine verminderte Zeugungsfähigkeit wahrscheinlich.

„Bei einer Fixierung der Hoden im Leistenkanal schädigt die dort vorherrschende Körperkerntemperatur auf die Dauer die Keimzellen der Hoden. Sie benötigen eine niedrigere Temperatur zwischen 32 bis 37 Grad - deshalb befinden sich die Hoden ja auch außerhalb des Körpers“, erläutert Ulrich Fegeler vom BVKJ.

Für das Kind selbst ist ein Hodenhochstand nicht schmerzhaft. Bei etwa zwei bis fünf Prozent der Jungen hat sich einer oder haben sich beide Hoden nicht termingerecht nach unten verlagert. Frühgeborene haben ein besonders hohes Risiko für einen Hodenhochstand: Etwa ein Drittel der frühzeitig Geborenen ist davon betroffen.

Ein Hodenhochstand kann heute entweder durch Hormongabe allein oder in Kombination mit einem chirurgischen Eingriff therapiert werden.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Covid-19-Symptome: Birgt dieses neu entdeckte Symptom ein hohes Risiko?
Immer mehr Coronavirus-Infektionen werden auf der ganzen Welt gemeldet - auch in Deutschland. Doch was sind die Symptome der Lungenkrankheit?
Covid-19-Symptome: Birgt dieses neu entdeckte Symptom ein hohes Risiko?
Virologe Christian Drosten: Das können wir aus den Coronavirus-Fällen in München lernen
Die Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt weiter an. Christian Drosten erklärt bei NDR Info, welche Erkenntnisse aus Fällen in München gezogen werden können.
Virologe Christian Drosten: Das können wir aus den Coronavirus-Fällen in München lernen
Folgerezept ohne Vorlage der Gesundheitskarte möglich
Arztbesuche sind in Zeiten von Corona oft nicht möglich. Folgerezepte oder Überweisungen können Patienten ab April vorübergehend per Post erhalten. Ihre Gesundheitskarte …
Folgerezept ohne Vorlage der Gesundheitskarte möglich
Verbraucherschützer warnen vor falschen Corona-Tipps
Ein Patentrezept gegen das Coronavirus gibt es nicht – auch wenn Werbeversprechen und gutgemeinte Tipps anderes behaupten. Verbraucherschützer raten daher vor allem: …
Verbraucherschützer warnen vor falschen Corona-Tipps

Kommentare