Wer zuhause arbeitet, läuft Gefahr, Überstunden anzuhäufen.
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Jeder Zweite soll betroffen sein: Homeoffice führt zu diesem häufigen Leiden

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Das Arbeiten von zuhause aus birgt Vor- und Nachteile. Der Weg ins Büro etwa fällt weg, was Zeit spart. Doch die Gesundheit leidet bei vielen im Homeoffice.

Homeoffice scheint auf den ersten Blick eine wunderbare Möglichkeit zu sein, die Arbeit zu erledigen. In Ruhe und ohne Ablenkung eine Aufgabe nach der anderen abhaken, Zeit sparen, weil der Arbeitsweg wegfällt und dem nervigen Kollegen nicht auf dem Flur begegnen: Mit diesen Gedanken sehen viele freudig der Arbeit in den eigenen vier Wänden entgegen. Doch bald folgt die Ernüchterung: Der Spaß kommt zu kurz, weil das Necken des Lieblingskollegen wegfällt und auch Missverständnisse mehren sich, weil man mehr per Mail und Messenger-Diensten regelt, anstatt persönlich mit den Kollegen und Chefs zu sprechen.

Doch nicht nur die Laune kann im Homeoffice sinken: Auch die Gesundheit leidet bei so einigen. Nicht nur, dass der Schrittzähler der eher faulen Kandidaten unter uns im Homeoffice noch weniger Bewegung verzeichnet: Auch der Stresslevel* steigt bei vielen durch die Arbeit zuhause. So verführt der Laptop in der Ecke dazu, auch nach Dienstschluss noch die Mails zu checken, um am nächsten Tag weniger Arbeit zu haben. Die Überstundenfalle schnappt im Homeoffice außerdem zu, wenn privates und berufliches zu arg verschwimmt. Dies geschieht durch räumliche Trennung von Arbeitsplatz und privatem Zuhause seltener.

Wie der Business Insider eine noch nicht veröffentlichte Thomapyrin-Studie mit 3.134 Befragten zitiert, berichtet jeder Zweite im Homeoffice über häufigere Kopfschmerzen als noch vor der Pandemie. Zudem leide jeder fünfte Migräne-Patient häufiger an Attacken, wenn er im Homeoffice arbeite, heißt es weiter.

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Als Auslöser werden dem Business Insider am häufigsten Stress genannt (70 Prozent geben „sehr häufig“ und „eher häufig“ an). Auch ständige Bildschirmarbeit mit 64 Prozent und Multitasking mit 42 Prozent zählen den Befragten zufolge zu den häufigen Ursachen für Kopfschmerz und Migräne im Homeoffice. Zum Vergleich: 54 Prozent der Arbeitnehmer, die nicht im Homeoffice arbeiten, gaben an, von der Arbeit gestresst zu sein. Diese Gruppe saß auch weniger vor dem Bildschirm, weshalb nur 36 Prozent über Probleme durch stetige Bildschirmarbeit klagten.

Nicht nur Kopfschmerzen waren bei Arbeitnehmern im Homeoffice verbreiteter. 43 Prozent der Befragten berichteten zudem über eingeschränkte Aufmerksamkeit, 44 Prozent über verringerte Leistungsfähigkeit und 45 Prozent über mehr Konzentrationsprobleme. Vor dem Hintergrund, dass viele Kinder zuhause betreuen und/oder mit ihrem Partner gemeinsam Homeoffice machen müssen, seien derartige Probleme wenig überraschend, so ein Fazit der Studie. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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