Der Bewegungsmangel ist auf dem Vormarsch und hat sich mit dem Lockdown noch mehr verstärkt. (Symbolfoto)
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Der Bewegungsmangel ist auf dem Vormarsch und hat sich mit dem Lockdown noch mehr verstärkt. (Symbolfoto)

WHO-Studie

Weniger Sport im Corona-Lockdown: Sportmediziner warnt vor Folgen des Bewegungsmangels

Deutschland wird immer unsportlicher und leidet vermehrt unter Krankheiten wie Diabetes. Der Bewegungsmangel ist auf dem Vormarsch und hat sich mit dem Lockdown noch mehr verstärkt - ein Problem, das vor allem Heranwachsende betrifft. 

Hünfeld - Bewegen Sie sich mindestens zweieinhalb bis fünf Stunden pro Woche? Das sind 21 Minuten Sport pro Tag und die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO* für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche sind sogar 60 Minuten täglich angebracht. Die Antwort der jüngsten WHO-Studie: Mehr als 25 Prozent der Erwachsenen und rund 80 Prozent der Jugendlichen bewegen sich nicht genug. „Diese Werte sind besorgniserregend“, betont der Sportmediziner Priv.-Doz. Dr. Dr. Dr. Christoph Raschka aus Hünfeld und ergänzt. „Bewegung ist ein fundamentales Mittel für eine gute Abwehr, geistige Fitness und gegen orthopädische Krankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder psychische Krankheiten.“

Nicht zuletzt ist die Bewegung das A und O gegen Übergewicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig. Zudem ist jedes siebte Kind fettleibig. „Aus dicken Kindern werden dicke Erwachsene, und Krankheiten wie Arthrose breiten sich in Deutschland aus“, befürchtet Sportmediziner Raschka. Und der anhaltende Corona-Lockdown? Der macht sein Übriges. Geschlossene Fitnessstudios, das Stillliegen des Amateursports, Homeoffice und Homeschooling sorgen dafür, dass die regelmäßige Bewegung vernachlässigt wird. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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