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Hundertjährige werden körperlich und geistig fitter, sagen Forscher

Gesund alt werden?

Hundertjährige werden immer fitter

Immer mehr Menschen in Deutschland feiern ihren 100. Geburtstag. Doch obwohl die Zahl der Hundertjährigen steigt, sind sie heute geistig und körperlich fitter als vor zehn Jahren.

In Deutschland hat sich die Zahl der Hundertjährigen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Allerdings sind heute mehr Menschen im Alter von 100 Jahren in der Lage, selbstständig zu essen, sich um ihr Aussehen zu kümmern, zu telefonieren, Mahlzeiten zuzubereiten oder Geldangelegenheiten zu regeln. 

Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Universität Heidelberg hervor. Die Untersuchung zeigte demnach aber auch, dass für Lebensqualität und Zufriedenheit psychologische Stärken wie eine optimistische Einstellung und Lebenswillen wichtiger sind als die geistige Leistungsfähigkeit oder Gesundheit.

Während im Jahr 2000 nach Angaben der Uni Heidelberg nur rund 6000 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren hierzulande lebten, waren es im Jahr 2010 bereits rund 13.000. Die Heidelberger Wissenschaftler untersuchten für ihre repräsentative Studie in den Jahren 2011 und 2012 das Leben von 112 Hundertjährigen aus Heidelberg und Umgebung.

Viele Hundertjährige sind demnach noch vergleichsweise selbstständig. So sind etwa im Vergleich zu einer ersten Studie vor zehn Jahren mehr von ihnen in der Lage, selbstständig zu essen, Mahlzeiten zuzubereiten oder Geldangelegenheiten zu regeln. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der alten Menschen wies keine oder nur geringe geistige Einschränkungen auf. Zehn Jahre zuvor waren es nur 41 Prozent gewesen.

Mehr als 80 Prozent der Hundertjährigen sind laut der Studie mit ihrem Leben zufrieden. Eine große Rolle spielt dabei, ob die Menschen optmistisch eingestellt sind und Lebenswillen haben. Die Menschen, die trotz des nahen Lebensendes optimistisch in die Zukunft schauten, zeigten sich zufriedener mit ihrem Leben, erklärte der Co-Leiter der Studie, Christoph Rott. "Im Vergleich dazu sind Gesundheit, kognitive Leistungsfähigkeit und soziale Aspekte mit wenigen Ausnahmen deutlich unwichtiger für die Lebensqualität", hob Rott hervor.

Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der Hundertjährigen lebt laut der Studie in Privathaushalten. Meist werden sie dabei von Kindern oder anderen Familienangehörigen unterstützt.

AFP

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