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Augen auf beim Trinken: Manch vermeintlich gesunder Drink kann auch Alkohol enthalten. (Symbolbild)

Vorsicht

In-Getränk Kombucha und Kefir: Wer es besser nicht trinken sollte

Das fermentierte Teegetränk Kombucha ist vor allem bei Menschen bliebt, die gerne feiern, aber keinen Alkohol trinken wollen. Das ist allerdings trügerisch.

Gesunde Ernährung und Verzicht auf Alkohol erfreuen sich bei immer mehr Menschen. Viele greifen beim Feiern gerne auf Kombucha oder Kefir zurück. Doch die vermeintlichen gesunden Getränke können vor allem für Schwangere eine Gefahr darstellen.

Kombucha und Kefir enthalten versteckten Alkohol

Denn Kombucha sowie Kefir können unter Umständen Alkohol enthalten. Das geht aus einer Studie des Victoria's Department of Health and Human Services zurück. Die australische Behörde wollte herausfinden, ob in Kombucha und Kefir versteckter Alkohol enthalten sein könnte.

Die Studie wurde tatsächlich fündig. In 41,9 Prozent der untersuchten Kombucha-Proben fanden die Wissenschaftler einen Alkoholwert zwischen 0,5 und 1,15 Volumen-Prozent. Bei 22,9 Prozent lag der Wert sogar über 1,15 Volumen-Prozent. Zum Vergleich: ein Bier hat je nach Sorte etwa einen Alkoholanteil von fünf Volumen-Prozent.

Bei Kefir auf Wasserbasis fanden die Wissenschaftler in 36,7 Prozent der untersuchten Proben einen Anteil von über 1,15 Volumen-Prozent. Kefir, der auf Milch basiert, hatte unter 0,5 Volumen-Prozent.

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Wie kommt der Alkohol in Kombucha und Kefir?

Aber wie kommt der Alkohol überhaupt in die beliebten Getränke? Das erklärt sich durch den Produktionsprozess. Kombucha und Kefir sind beide fermentierte Getränke - Kombucha aus Tee und Kefir in der Regel aus Milch. Bei der Gärung entsteht Alkohol als Nebenprodukt. Bei längerer Lagerung könne der Alkoholgehalt sogar etwas ansteigen, schreibt das australische Nachrichtenportal Sydney Morning Harald.

Viele Menschen würden nicht wissen, wie viel Alkohol in Kombucha und Kefir versteckt sein könnte, heißt es in der Studie (PDF). Dies sei problematisch für Schwangere, ehemalige Alkoholabhängige, Minderjährige und Autofahrer. Diese Personengruppen sollten sich lieber für ein anderes Getränk entscheiden.

Wem der Alkoholgehalt in Kombucha und Kefir nichts ausmacht und wer sich bewusst ist, dass diese Getränke Alkohol enthalten, kann diese weiter trinken. In Australien sollen nun die Hersteller gebeten werden, die Getränke besser zu kennzeichnen und auf den Alkohol hinzuweisen.

Video: Ist Kombucha wirklich gesund?

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