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Mehrere Dinge gleichzeitig erledigen - das schafft nicht jeder. Jedoch gibt es bihser keinen Hinweis darauf, das Multitasking dem gehirn schadet. Foto: Monique Wüstenhagen

Gesunder Geist

Ist Multitasking wirklich schlecht fürs Gehirn?

Ob zu Hause in der Familie oder im Job - in vielen Situationen ist Multitasking gefragt. Einige Menschen kommen damit gut zurecht, andere eher schlechter. Doch kann es dem Gehirn schaden?

Berlin (dpa/tmn) - Beim Putzen Französisch lernen, bei der Arbeit Musik hören oder während eines Telefonats E-Mails beantworten - manche Menschen tun gern viele Dinge gleichzeitig. Aber kann das Gehirn die ganzen Informationen überhaupt verarbeiten? 

"Das kommt darauf an", sagt Prof. Dietrich Manzey, der an der TU Berlin den Lehrstuhl für Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie innehat. "Unsere Daten lassen vermuten, dass sich Menschen in dieser Hinsicht deutlich unterscheiden." Manche sind im Multitasking sehr gut und mögen es auch, andere vermeiden es, so gut es geht.

Manzey zufolge haben Ärzte und Psychologen bisher keine Hinweise darauf gefunden, dass Multitasking denen, die das gut können, schadet. Es sei auch nicht weniger effektiv, wenn das eigene Gehirn damit zurechtkommt.

Forscher versuchen momentan herauszufinden, was genau im Gehirn von sogenannten "polychronen" Typen anders läuft. "Noch haben wir darauf keine Antwort", sagt Manzey. Was man aber mit ziemlicher Sicherheit sagen kann: Zwischen Männern und Frauen gibt es diesbezüglich keine Unterschiede. "Es gibt bisher zumindest keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Frauen die besseren Multitasker sind."

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