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Ärzte fürchten den Einfluss von Impf-Gegnern auf sozialen Netzwerken.

Gefährlicher Einfluss?

Junge Mutter wehrt sich vehement Kinder impfen zu lassen - Ärzte warnen vergeblich

Eine junge Mutter tritt erneut die Diskussion um Impf-Gegner los: Sie weigert sich, ihre Kinder immunisieren zu lassen - Ärzte warnen vor einem gefährlichen Trend.

Shanelle Cartwright weigert sich vehement, ihre Kinder impfen zu lassen. Die 20-Jährige ist die Frau des australischen Rugby-Spielers Bryan Cartwright und teilte ihre Meinung öffentlich auf sozialen Netzwerken.

Mutter weigert sich Kinder zu impfen - und geht damit an die Öffentlichkeit

Dadurch löste die Frau erneut die kontroverse Diskussion um Impf-Verweigerer aus. Cartwright berichtete auf sozialen Medien davon, wie sie auch ihren Mann von ihren Ansichten überzeugen musste: "Ich erinnere mich an seine defensive Haltung, als ich das Thema zum ersten Mal ansprach und wie wütend er wurde, dass ich überhaupt auf die Idee kam, unsere Kinder nicht impfen zu lassen." Angeblich hätten ihn schließlich Packungsbeilagen und die Lektüre eines Buches der Anti-Impf-Aktivistin Dr. Suzanne Humphries dazu gebracht, seine Meinung zu ändern.

Cartwright ist Mutter eines 13 Monate alten Sohnes und mittlerweile wieder in der 39. Woche schwanger. Auf sozialen Netzwerken verkündete sie, niemals eines ihrer Kinder impfen lassen zu wollen. Ihr Mann und sie selbst würden noch mit den Folgen von Impfungen kämpfen - darunter "Allergien und Autoimmunerkrankungen". Sie erklärt: "Natürlich impfen wir uns nicht mehr und befinden uns in einem (langsamen) Prozess der Heilung."

Auch interessant: Hochgefährlich und extrem ansteckend: Masern-Fälle wieder stark angestiegen.

Impf-Gegner: Ärzte widersprechen der jungen Mutter - und legen Karten auf den Tisch

In den australischen Medien beäugen viele Ärzte ihre Meinung kritisch - vor allem weil sie mit über 7.000 Followern auf Instagram viele Leute damit erreicht. "Leider hören viele Frauen (und bestimmt auch Männer), die diesen Influencern folgen, auf das, was sie sagen", berichtet der Kinderarzt Dr. Scott Dunlop dem Online-Portal Netmoms.au. Zu sehen ist das auch in den zahlreichen Reaktionen gleichgesinnter Mütter, die Cartwright nun über ihre Instagram-Stories teilt.

"Es ist offensichtlich, dass es sexier ist, einer Spielerfrau zu folgen als einem konservativem, wissenschaftsbasierten Arzt im mittleren Alter wie mir", meint Dr. Dunlop. Aber: "Die Anti-Impf-Bewegung ist genau das - eine ideologische Bewegung, die auf keinerlei Beweisen beruht und nur einen kleinen Teil der Bevölkerung betrifft." Dennoch mache er die besorgniserregende Beobachtung, dass in den letzten zehn Jahren tatsächlich immer öfter Kinder in seiner Praxis nicht geimpft seien.

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Passend dazu: Regierung klärt auf: Das steckt wirklich hinter Impf-Mythen.

Darum ist das Nicht-Impfen nicht nur für Gegner problematisch

Der australische Hausarzt Dr. Keang-Sing Lim sieht es ähnlich: "Jemand, der sich nicht impfen lässt, ist kein Teamplayer." Letztes Jahr vermerkte die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgrund der Anti-Impf-Bewegung einen Anstieg der Masernerkrankungen weltweit um 30 Prozent.

"Jeden Tag erlebe ich in meiner Praxis, dass mich jemand nach etwas fragt, dass er im Internet gelesen oder von einem Freund gehört hat", berichtet Dr. Keang-Sing Lim. "Ich bin sehr froh, wenn ich gefragt werde, weil es mir erlaubt, diese Diskussion mit ihnen zu führen. Ich mache mir mehr sorgen über diejenigen, die so etwas lesen und nicht nachfragen."

Es gibt Experten, die gegen eine Masern-Impfpflicht sind. 

Lesen Sie auch: Ab wann ist die Grippeschutzimpfung 2019/2020 sinnvoll?

Masern haben sich wieder stärker ausgebreitet. Zwar sind die meisten geimpft, aber die Quote ist laut Regierung zu niedrig, um die Krankheit zu stoppen. Jetzt wird ein „Masernschutzgesetz“ auf den Weg gebracht.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

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