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Experten kommen zu Wort

„kardiologie pneumologie brienner46“: Alles über Gerinnungshemmer und Atemnot

Privatdozent Dr. Nikolaus Sarafoff und Internist und Lungen-Spezialist Dr. Tobias Meis vom Experten-Zentrum "kardiologie pneumologie brienner46" beraten

Unser Experte Privatdozent Dr. Nikolaus Sarafoff

Unser Experte Internist und Lungen-Spezialist Dr. Tobias Meis

Privatdozent Dr. Nikolaus Sarafoff vom Experten-Zentrum "kardiologie pneumologie brienner46".

Worauf es bei der Therapie mit Gerinnungshemmern ankommt

Von ASS und Clopidogrel über Marcumar bis hin zu Xarelto, Eliquis, Pradaxa und Lixiana: Diese und andere bewährte Gerinnungshemmer – im Volksmund "Blutverdünner" genannt – sind in den allermeisten Fällen wertvolle Medikamente. Sie schützen allein in Deutschland Millionen Patienten vor Gefäßverschlüssen unter anderem im Herzen oder im Gehirn, mit zum Teil dramatischen Folgen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder sogar Tod.

Wichtig: Die Balance mit Gerinnungshemmern halten

Doch trotz des großen Nutzens sollte man auch die Risiken dieser Arzneimittel nicht unterschätzen. Denn Gerinnungshemmer können im ungünstigsten Fall auch schwere Blutungen hervorrufen – insbesondere dann, wenn sie falsch dosiert oder unglücklich kombiniert werden. Die Verordnung der Medikamente und die Überwachung der Therapie sollten Herzpatienten einem erfahrenen Spezialisten anvertrauen.

"Er hat die Aufgabe, die Balance zu halten zwischen der Vermeidung von Gefäßverschlüssen auf der einen Seite und von schweren Blutungen auf der anderen Seite – vor allem im Gehirn oder im Bereich des Darms", erklärt Privatdozent Dr. Nikolaus Sarafoff vom Experten-Zentrum "kardiologie pneumologie brienner46" zwischen Königsplatz und Stiglmaier Platz. "Gerade wenn man mehrere Gerinnungshemmer kombiniert, steigt das Blutungsrisiko. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle und mitunter eine Anpassung der Therapie unverzichtbar."

Gerinnungshemmer: Medikamente mit breitem Einsatzspektrum

Wie vielschichtig Therapien mit Gerinnungshemmern sein können, hat Dr. Sarafoff von der Pike auf gelernt. Der Münchner Kardiologe arbeitete am Deutschen Herzzentrum München und am Klinikum rechts der Isar. Er nahm als Stipendiat am Austauschprogramm der LMU mit der weltberühmten Harvard-Universität in Boston/USA teil. Seine Studienergebnisse flossen unter anderem in die internationalen medizinischen Leitlinien zur Stentimplantation (Einsetzen filigraner Gefäßstützen in die Herzkranzgefäßen) sowie für die Behandlung von Vorhofflimmern ein. Am Klinikum der Universität (Standorte Großhadern und Innenstadt) war er als Oberarzt als interventioneller Kardiologe tätig, setzte im Herzkatheterlabor häufig Stents ein und leitete zusammen mit den Herzchirurgen den Herzschrittmacher-OP.

Heute bietet er gemeinsam mit seinen Kollegen in der "kardiologie pneumologie brienner46" das ganze Spektrum der modernen Herzmedizin an: Ultraschalluntersuchungen, Belastungstests, Herzschrittmacher- und Defibrillatorkontrollen und Lungenfunktionsmessungen. Die Gerinnungshemmer-Therapie ist aber weiterhin das Steckenpferd. Die Medikamente haben ein breites Einsatzgebiet. So sollte jeder Patient, der einen Stent erhalten hat, für einen bestimmten Zeitraum Blutverdünner einnehmen, in der Regel ASS und Clopidogrel.

Gerinnungshemmer helfen bei Herzrhythmusstörungen

"In der Fachsprache nennt man diese Kombination duale antithrombozytäre Therapie", erklärt Dr. Sarafoff. Ihr Ziel ist es, einen Verschluss des Stents zu verhindern. Besonders bekannt sind neben dem Vitamin-K-Antagonisten Marcumar auch die sogenannten Neuen Oralen Antikoagulantien (NOAK) Xarelto, Pradaxa, Eliquis und Lixiana, die vor allem Patienten mit Vorhoffflimmern verordnet werden. Diese häufigste Herzrhythmusstörung ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Schlaganfällen. "Gegenüber Marcumar haben die NOAKs den Vorteil, dass sie stabiler wirken und die Dosierung nicht ständig angepasst werden muss. Außerdem haben sie ein geringeres Risiko, Hirnblutungen auszulösen" erläutert Dr. Sarafoff.

Beratung zu neuen Gesundheitstechniken für den Alltag

Neben etablierten Therapien berät der Kardiologe seine Patienten auch zu neuen Gesundheitstechniken – beispielsweise zur Überprüfung von Herzrhythmusstörungen mit Hilfe von Smartwatches oder Kardioarmbändern im Alltag. Zudem bloggt Dr. Sarafoff seit sechs Jahren regelmäßig zu aktuellen Themen auf www.medscape.de, einer Infoseite für Ärzte.

Internist und Lungen-Spezialist Dr. Tobias Meis vom Experten-Zentrum "kardiologie pneumologie brienner46".

Plötzliche Atemnot: Selbst nachts zum Arzt

Das Gefühl, keine Luft zu bekommen, macht vielen Menschen Angst – insbesondere dann, wenn die Atemnot wie aus heiterem Himmel beginnt. "In solchen Situationen sollte man nicht zögern, zu einem Arzt oder in eine Klinik zu gehen, selbst während der Nacht!", betont der Internist und Lungen-Spezialist Dr. Tobias Meis vom Experten-Zentrum "kardiologie pneumologie brienner46". Denn hinter dieser Dyspnoe, wie Experten eine subjetkive Atemnot nennen, kann sich ein lebensbedrohlicher Notfall verbergen: etwa ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie.

Doch auch dann, wenn die Luftnot chronisch auftrit t und immer wieder vor allem bei Belastung Probleme macht, sollte man diese Beschwerden unbedingt abklären lassen. "Neben Herzleiden wie einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) oder einer Herzinsuffizienz kommen auch diverse pneumologische Erkrankungen als Ursache infrage, etwa eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Asthma bronchiale oder ein akuter Atmwegsinfekt bis hin zur Lungenentzündung", erläutert Dr. Meis.

Impfung kann lebensrettend sein

Eine Lungenentzündung kann übrigens auch für jüngere Patienten lebensbedrohlich werden– unter anderem deshalb, weil die Bakterien auf den gesamten Körper übergreifen und eine Blutvergiftung hervorrufen könnnen, die in der Fachsprache pneumogene Sepsis genannt wird. "Gerade die Erreger Pneumokokken gelten als sehr aggressiv. Deshalb wird allen Menschen ab 60 Jahren grundsätzlich und Patienten mit bestimmten (Lungen-)Vorerkrankungen bereits in jüngeren Jahren eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen", sagt Dr. Meis. Behandelt wird eine bakterielle Pneumomie mit Antibiotika.

Bandbreite der modernen Lungenheilkunde

Eine gründliche Diagnostik ist bei Atemnot unverzichtbar – auch um abzugrenzen, ob es sich primär um eine kardiologisches oder um ein pneumologisches Problem handelt. Der Schlüssel dazu ist zunächst eine ausführliche Erhebung der Anamnese, dazu stellt der Arzt Fragen: Wie oft kommt die Atemnot vor? Tritt sie nur unter Belastung auf oder auch in Ruhe? Wie oft kommt die Atemnot vor? Wie sehr schränkt sie die Leistungsfähigkeit ein, etwa in Alltagssituationen beim Treppensteigen?

Auch eine körperliche Untersuchung gehört zum Standard, dabei wird zum Beispiel die Atemfrequenz gemessen und die Lunge abgehört: "Rasselgeräusche können auf eine Lungenentzündung hindeuten, ein Giemen, also ein pfeifendes Lungengeräusch eher auf Asthma", sagt Dr. Meis. Ferner können Messungen der Sauerstoffsättigung oder ein Lungenfunktionstest Hinweise liefern. In der "kardiologie pneumologie brienner46" deckt er das ganze Spektrum der mordernen Lungenheilkunde ab. In komplexen Fällen kann der Experte zudem die medizinische Infrastruktur der Klinik Augustinum nutzen, unter anderem ein Schlaflabor. Dort ist Dr. Meis zudem als Oberarzt tätig.

Kontakt

kardiologie pneumologie brienner46
Brienner Straße 46
80333 München
Telefon 089/52 41 45
Web www.brienner46.de
E-Mail info@brienner46.de

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