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Erste Anzeichen für das Karpaltunnel-Syndrom sind kribbelnde oder taube Fingerkuppen. Dabei sind Daumen, Zeige- und Mittelfinger betroffen.

Warnzeichen beachten

Karpaltunnel-Syndrom: Bei tauben Fingern rasch zum Arzt

Kribbelnde, taube Finger: Das kann ein Warnzeichen für ein Karpaltunnel-Syndrom sein. Wer die Symptome bemerkt, sollte nicht lange abwarten und zum Arzt gehen.

Krefeld - Wenn die Fingerspitzen häufiger kribbeln oder sich taub anfühlen, sollte man rasch zum Arzt gehen. Denn das kann ein Anzeichen für das Karpaltunnel-Syndrom sein, wie der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) erklärt.

Betroffen sind in die Kuppen von Daumen, Zeige- und Ringfinger. Der Medianus-Nerv im Handgelenk ist eingeengt. Wird das frühzeitig erkannt, stehen die Chancen auf Heilung gut. Helfen kann es, das Handgelenk mit einer Schiene ruhig zu stellen und die Schmerzen mit Medikamenten zu behandeln - mitunter bekommen Betroffene Kortison. Bringt das über Wochen keine Linderung, kommt eine Operation infrage. Dabei wird das Karpalband durchtrennt und der Nerv entlastet, wie das Patienteninformationspoartal gesundheitsinformation.de erläutert.

Unternimmt man bei den ersten Anzeichen nichts, kommen mit der Zeit Schmerzen hinzu, wie der BDN warnt. Sie treten zunächst in der Regel nachts oder nach intensiver Handarbeit auf. Im weiteren Verlauf können die Schmerzen auch in die Schultern oder den Nacken ziehen. Nach mehreren Jahren läuft man Gefahr, dass die Finger taub werden und die Greifkraft im Daumen nachlässt.

Ursache für das Karpaltunnel-Syndrom sind Fehlhaltungen und Überlastungen. Aber auch Verletzungen wie ein Bruch des Handgelenks können das Syndrom begünstigen. Wer viel am Computer arbeitet, ist besonders gefährdet. Mit einer ergonomisch geformten Tastatur und einer leicht beweglichen Maus können Berufstätige gegensteuern. Außerdem sind Pausen und Übungen für die Handgelenke empfehlenswert: eine Faust ballen, die Finger spreizen und die Hände ausschütteln. Auch Sportler, die einen ständig gleichen Bewegungsablauf haben, sind gefährdet - Pausen und spezielle Handgelenkschoner können vorbeugen.

dpa/tmn

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