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„Wenn Patienten ein dringendes Gesundheitsproblem haben, werden sie umgehend behandelt“, sagte der KVB-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz.

Termin in vier Wochen

Kassenärzte kritisieren Wartenzeitendiskussion

Was tun, wenn ein Facharzt Kassenpatienten vertröstet? Union und SPD wollen Betroffenen eine schnellere Terminvergabe garantieren. Die Kassenärzte halten ein Eingreifen der Politik für überflüssig.

Die Diskussion über Wartezeiten für Kassenpatienten geht nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) an der Wirklichkeit vorbei. „Wenn Patienten ein dringendes Gesundheitsproblem haben, werden sie umgehend behandelt“, sagte der KVB-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz am Dienstag im Presseclub München. Wenn es Wartezeiten gebe, dann am ehesten bei Untersuchungen oder Behandlungen, die nicht sofort erbracht werden müssten. Ein Eingreifen der Politik sei daher völlig unnötig.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag in Berlin kürzere Wartezeiten vereinbart: Alle gesetzlich Versicherten sollen Facharzttermine innerhalb von vier Wochen bekommen können.

Patienten halten Termine nicht ein

Die KVB-Vize-Chefin Ilka Enger betonte, auch Patienten seien für einen reibungslosen Ablauf in den Praxen mitverantwortlich. Erste Ergebnisse einer Umfrage, die die Kassenärztliche Vereinigung vor drei Wochen gestartet hat, zeigten, dass viele Patienten vereinbarte Termine nicht einhielten. „Das heißt, dass über die Hälfte der Praxen durch das Verhalten von Patienten Probleme in der Organisation bekommen und auch Verdienstausfälle erleiden“, kritisierte Enger. Bislang hätten sich rund 350 bayerische Ärzte an der Umfrage beteiligt.

Die Kassenärztliche Vereinigung sieht immer stärkere Hinweise auf Versorgungslücken nicht nur bei Hausärzten, sondern auch bei Fachärzten und Psychotherapeuten. Betroffen seien vor allem Nord- und Ostbayern. So sei im Landkreis Haßberge eine Unterversorgung bei Hautärzten bestätigt worden, der Landkreis Wunsiedel gilt bei HNO-Ärzten als unterversorgt, in der nördlichen Oberpfalz fehlen Kinder- und Jugendpsychiater und der Landkreis Freyung-Grafenau gilt bei Psychotherapeuten als unterversorgt.

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

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dpa

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